Kleiner Piks, große Wirkung: Im Flüchtlingslager Ad-Dabba im Norden Sudans wird ein Junge gegen Diphtherie, eine potenziell tödliche Infektionskrankheit, geimpft.
Nach dem Tod eines an Diphtherie erkrankten Jungen in Deutschland haben Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und der Kinderärzteverband BVKJ alle Eltern zur Impfung ihrer Kinder aufgerufen. Die Möglichkeit der Impfung nicht zu nutzen, sei "fahrlässig und kann tödlich enden", erklärte Lauterbach am Donnerstag. BVKJ-Präsident Michael Hubmann fügte hinzu, Eltern hätten hier "eine besondere Verantwortung". Er rief die Familien zur Überprüfung des Impfstatus auf.
20 Jahre lang galt Diphtherie in Deutschland als fast ausgerottet. Nun ist ein Schulkind aus Berlin an der Krankheit gestorben – offenbar war es nicht geimpft.
Gegen Diphtherie wird in Deutschland geimpft – und das seit mehr als 100 Jahren. Trotzdem gibt es hierzulande vereinzelt Fälle. Nun wurden zwei Infizierte in Berlin gemeldet.