Antonio Kast

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Flucht

Flucht

In Chile sind nahe dem Grenzübergang Cachalluta Menschen mit Koffern zu Fuß auf der Straße unterwegs. Nach Drohungen des ultrarechten Präsidentschaftskandidaten Antonio Kast sind viele Migranten aus Angst vor Abschiebungen auf der Flucht.
Migranten an der Grenze zwischen Chile und Peru

Viele Flüchtlinge vor Wahl in Chile: Peru erklärt Notstand an Grenze zu Nachbarland

Vor der Stichwahl zum Präsidentenamt in Chile in zwei Wochen flüchten viele Migranten aus Angst vor Abschiebungen - nun hat das Nachbarland Peru an der Grenze zu Chile deshalb den Notstand ausgerufen. Die Armee werde ihre Grenzkontrollen in der südlichen Region Tacna 60 Tage lang verstärken, kündigte die Regierung in Lima am Freitag (Ortszeit) an. Bei der Stichwahl am 14. Dezember in Chile könnte der rechte Hardliner Antonio Kast zum Präsidenten gewählt werden.
José Antonio Kast bei seiner Stimmabgabe in Santiago

Kriminalität und Einwanderung im Fokus: Erste Runde der Präsidentenwahl in Chile

In Chile haben die Bürger am Sonntag ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Rund 15,6 Millionen Stimmberechtigte konnten sich in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl für einen von acht Kandidaten entscheiden. Als Favoriten für die Nachfolge des linksgerichteten Präsidenten Gabriel Boric gelten der ultrarechte Pinochet-Fan José Antonio Kast, dessen Vater unter den Nazis Wehrmachtssoldat war, und die Sozialdemokratin Jeannette Jara, die zwar noch Mitglied der Kommunistischen Partei ist, aber als gemäßigt links gilt.
Jara (l.) und Kast beim Wahlkampf-Abschluss am Freitag

Erste Runde der Präsidentschaftswahl in Chile

In Chile findet am Sonntag die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt. Ins Rennen um die Nachfolge des linksgerichteten Präsidenten Gabriel Boric gehen insgesamt acht Kandidatinnen und Kandidaten. Als Favoriten gelten der ultrarechte Pinochet-Fan José Antonio Kast, dessen Vater unter den Nazis ein Wehrmachtssoldat war, sowie die Sozialdemokratin Jeannette Jara, die zwar noch Mitglied der Kommunistischen Partei ist, aber als gemäßigt links gilt.
Politische Weichenstellung: Boric gewinnt Präsidentschaftswahlen in Chile

Politische Weichenstellung Boric gewinnt Präsidentschaftswahlen in Chile

Sehen Sie im Video: Boric gewinnt Präsidentschaftswahlen in Chile.




Jubel bei den Anhängern des linksgerichteten Gabriel Boric nach den Stichwahlen in Chile. Boric wird der nächste Präsident des Landes. Er hat sich bei der Abstimmung am Sonntag gegen den Rechtspopulisten Antonio Kast durchgesetzt. Kast räumte seine Niederlage ein, nachdem Boric offiziellen Daten zufolge nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen mit 54,72 Prozent in Führung lag. Da keiner der Kandidaten im November im ersten Wahlgang über 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte, kam es nun am 19. Dezember zur Stichwahl zwischen den beiden Präsidentschaftskandidaten. Die Wahlen fanden nach zwei Jahren teils gewalttätiger Proteste für mehr soziale Gerechtigkeit statt. In einer Rede nach seinem Wahlsieg versprach Boric, dass seine Regierung die sozialen Rechte der Menschen stärken werde: "Chilenen, ich nehme dieses Mandat mit Bescheidenheit und einem enormen Verantwortungsbewusstsein entgegen. Wir stehen vor einer enormen Herausforderung. Ich weiß, dass in den kommenden Jahren die Zukunft unseres Landes auf dem Spiel steht. Deshalb garantiere ich, dass ich ein Präsident sein werde, der sich um die Demokratie kümmert und sie nicht aufs Spiel setzt, der mehr zuhört, als er redet, der die Einheit sucht und sich täglich um die Bedürfnisse des Volkes kümmert. Ich werde entschieden gegen die Privilegien einiger weniger kämpfen und mich jeden Tag für die chilenischen Familien einsetzen." Der 35-jährige Boric wir der jüngste Präsident in der Geschichte Chiles. Er hatte im Wahlkampf eine bessere Gesundheitsversorgung ausgesprochen. Außerdem setzte er sich für die Rechte von Minderheiten und für eine bessere Bildung ein. Er wurde von einem breiten Bündnis unterstützt, zu dem auch die Kommunisten gehören.