Gemeinschaftsdiagnose

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Schiffscontainer am Hamburger Hafen

Wirtschaftsforschungsinstitute legen Frühjahrsprognose vor

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen am Mittwoch (10.00 Uhr) ihre neue Gemeinschaftsdiagnose für Deutschland vor. Angesichts des erneuten Energiepreisschocks infolge des Iran-Kriegs dürften sie ihre Prognose vom Herbst wieder nach unten korrigieren. Damals hatten sie 1,3 Prozent Wachstum in diesem Jahr und 1,4 Prozent im kommenden Jahr erwartet. 
Deutsche Börse in Frankfurt am Main

Wirtschaftsforschungsinstitute legen Frühjahrsprognose vor

Fünf führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen am Donnerstag (11.30 Uhr) ihre neue Gemeinschaftsdiagnose für Deutschland vor. Es wird damit gerechnet, dass sie ihre Prognose vom Herbst stark nach unten korrigieren. Damals hatten sie 0,8 Prozent Wachstum in diesem Jahr erwartet; nun sind es Medienberichten zufolge nur noch 0,1 Prozent. Die hohen US-Einfuhrzölle sind demnach noch nicht in der Prognose enthalten. 
Video: Konjunktur: Institute erwarten keine Rezession

Video Konjunktur: Institute erwarten keine Rezession

STORY: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen wegen sinkender Energiepreise nicht mehr mit einer Rezession in Deutschland. Der konjunkturelle Rückschlag im Winterhalbjahr 2022/2023 dürfte glimpflicher ausgefallen sein als im Herbst befürchte, sagte der Konjunkturchef des Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser. "Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3 Prozent und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent zulegen. Damit heben die Institute die Prognose vom Herbst 2022 für das laufende Jahr spürbar um 0,7 Prozentpunkte an, während die Prognose für das kommende Jahr um 0,4 Prozentpunkte gesenkt wurde." Bei der Inflation rechnen die Institute erst im kommenden Jahr mit einer merklichen Entspannung. "Die Inflationsrate wird im Jahr 2023 mit durchschnittlich sechs Prozent nur wenig niedriger liegen als im Vorjahr. Erst im kommenden Jahr dürfte die Rate dann insbesondere aufgrund der rückläufigen Energiepreise weiter sinken und zwar auf 2,4 Prozent. Die Kerninflationsrate, also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie, der dürfte im laufenden Jahr mit 6,2 Prozent sogar höher liegen als noch im Vorjahr - da hatten wir nur 4,9 Prozent - und im kommenden Jahr dann nur langsam auf 3,3 Prozent zurückgehen." Gute Nachrichten halten die Institute für den Arbeitsmarkt parat. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte weiter zunehmen, von rund 45,6 Millionen im vergangenen Jahr auf rund 46,0 Millionen im kommenden. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte allerdings in diesem Jahr vorübergehend von 2,42 auf 2,48 Millionen zulegen. Grund dafür sei, dass die ukrainischen Flüchtlinge nicht sofort auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen würden.