Der neue Papst Franzikus hat zum Gründonnerstag eine Öffnung der Kirche gefordert. Daher feierte er die Messe vom Letzten Abendmahl in einem Jugendgefängnis - und küsste zwölf Häftlingen die Füße.
Papst Franziskus hat die traditionelle vorösterliche Fußwaschung an einen ungewöhnlichen Ort gelegt. Das neue Oberhaupt der katholischen Weltkirche wählte das römische Jugendgefängnis Casal del Marmo aus, um dort am späten Gründonnerstag mit 50 Insassen die Abendmahlmesse zu feiern. Schaulustige säumten die Straße bei seiner Ankunft. Dann feierte Franziskus die Messe in der Gefängniskapelle.
Zwölf Insassen verschiedener Nationalitäten und Religionen waren ausgewählt worden, von dem argentinischen Papst die Füße gewaschen zu bekommen - nach dem Vorbild des demütigen Dienstes Jesu an seinen Jüngern vor dem letzten Abendmahl.
Unter den zwölf jungen Häftlingen, denen Franziskus die Füße wusch, waren eine italienische Katholikin und eine serbische Muslimin. Ein Bruch mit der Tradition, denn normalerweise nehmen keine Frauen an der traditionellen Fußwaschung teil; erst recht keine Frauen, die nicht christlichen Glaubens sind.