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Lost Places: So atemberaubend schön können verlassene Orte sein

Leer stehende Gebäude, verfallene Fabriken, verlassene Kapellen - wie spektakulär sogenannte "Lost Places" aussehen können, wenn sie richtig inszeniert sind, beweist Fotograf Thomas Becker. Selten ist Zerfall so ästhetisch.

Der Kontrollraum eines Kraftwerks. "Erinnert an Raumschiff Enterprise", findet Fotograf Thomas Becker alias Bolli Hotshots.

Der Kontrollraum eines Kraftwerks. "Erinnert an Raumschiff Enterprise", findet Fotograf Thomas Becker alias Bolli Hotshots.

Postapokalyptische Atmosphäre, Bäume, die durch hindurch wachsen oder Häuser wie aus einem Horrorfilm - verlassene Orte haben ihre ganz eigene Magie.

Wenn die Natur sich ihren Raum vom Menschen zurückerobert, ist er nicht weit: Thomas Becker ist Spezialist für Fotografie an sogenannten "Lost Places", also Plätzen, die verlassen beziehungsweise "verloren" sind. Seine Bilder verbreiten Weltuntergangsstimmung. So muss es wohl aussehen, wenn der Mensch von der Erde verschwinden würde. Der Putz bröckelt von den Wänden, Decken stürzen ein, Pflanzen bahnen sich ihren Weg durch die Fassade. Die Arbeit in den "Lost Places" ist gefährlich und oft auch illegal, doch die Ergebnisse sind spektakulär. Selten ist Zerfall so ästhetisch. 

Ohne Menschen bleibt die Zeit stehen

Manchmal ist es wie eine kleine Reise in die Vergangenheit, wenn man die Bilder von Thomas Becker betrachtet. Wo der Mensch nicht mehr lebt, bleibt scheinbar auch die Zeit stehen.

Für seine außergewöhnlichen Motive nimmt er gerne auch einen weiten Weg in Kauf. Die Fotos aus dieser Fotostrecke entstanden in vier verschiedenen Ländern. Für 2018 plant er eine Tour durch Italien zu den "verlassenen und versunkenen Palästen".

Besser bekannt ist der Fotograf unter seinem Pseudonym "Bolli Hotshots". Sein Fokus liegt aber nicht nur auf der Architektur verlassener Orte. Am liebsten fotografiere er Menschen, sagt er über sich selbst. Für erotische Motive, außergewöhnliche Events und die Umsetzung "wirklich verrückter Ideen" kombiniert mit den Stilrichtungen Fetisch, Gothic, Underground oder Fantasy kann man ihn buchen. Er sieht sich selbst als sehr experimentellen Fotografen, der "sowohl fototechnisch als auch in der Umsetzung ungewöhnlicher Ideen" versucht, immer wieder neue Wege zu finden.

Subtile Erotikfotografie: Sinnliche Poesie der Vergangenheit


Weitere Bilder von Thomas Becker finden Sie auch in unserer VIEW Fotocommunity.

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