Dunkelfeldstudie

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Soldatin der Bundeswehr

Bundeswehr plant Dunkelfeldstudie zu sexueller Belästigung und Gewalt

Die Bundeswehr plant eine Dunkelfeldstudie zu sexueller Belästigung und Gewalt unter Soldatinnen und Soldaten. "Der Start der Umsetzungsphase des Projekts ist für Anfang 2026 geplant", sagte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Dienstag). Zum jetzigen Zeitpunkt könne jedoch "keine valide Aussage getroffen werden, wann erste belastbare Ergebnisse vorliegen".
Soldaten bei Übung

Zweibrücken: Wehrbeauftragter dringt auf Dunkelfeldstudie zu sexueller Gewalt

Nach rechtsextremistischen und sexistischen Vorfällen bei den Fallschirmjägern im rheinland-pfälzischen Zweibrücken wächst der Druck auf das Bundesverteidigungsministerium, umfassende Konsequenzen zu ziehen. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), forderte, eine bereits seit mehr als einem Jahr diskutierte Dunkelfeldstudie zu Sexismus in der Bundeswehr endlich anzufertigen und zu veröffentlichen. "Eine belastbare Analyse ist unerlässlich, um gezielte und wirksame Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen entwickeln zu können", sagte Otte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Video: Cyberkriminalität nimmt weiter zu

Video Cyberkriminalität nimmt weiter zu

STORY: Bundesinnenministerin Nancy Faeser stellte am Dienstag in Berlin zusammen mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamts, Holger Münch, in der Bundespressekonferenz die erste große Dunkelfeldstudie in Deutschland vor. Hintergrund ist eine Lücke in der Kriminalitätserfassung, die auf diesem Weg geschlossen werden soll. Denn offiziell gemessen wird die Zahl der Straftaten in Deutschland mit der polizeilichen Kriminalstatistik. Diese erfasst aber nur das Hellfeld, also die Taten, die bei der Polizei angezeigt werden. Deswegen hat die Innenministerkonferenz auch die neue sogenannte Dunkelfeldstudie in Auftrag gegeben. "Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung bewegt sich insgesamt auf einem hohen Niveau. Die meisten Menschen fühlen sich in der eigenen Wohnung und im eigenen Wohnumfeld sicher. Allerdings, und das macht mir Sorge, Frauen fühlen sich nachts in der Öffentlichkeit deutlich unsicherer als Männer." Bundesinnenministerin Faeser betonte darüber hinaus, dass sich die Sicherheitsbehörden vor allem auch Sorgen um die Cyberkriminalität machten. Dazu der Präsident des BKA, Holger Münch: "Die Befragung untermauert zusammen mit der Entwicklung der Fallzahlen in der polizeilichen Kriminalstatistik die Vermutung, dass wir eine Digitalisierung der Kriminalität beobachten. Und damit zugleich eine Verlagerung des Kriminalitätsaufkommens ins kriminalstatistische Dunkelfeld. Das heißt: klassische, ja man könnte sagen analoge Delikte, die vergleichsweise häufig angezeigt werden, gehen zurück. Dagegen nimmt die Kriminalität im digitalen Raum, was seltener zur Anzeige kommt, womit Ministerin Faeser schon darauf eingegangen, weiter zu." Insgesamt belegt die Studie allerdings nach Aussage der Bundesinnenministerin, dass Deutschland eines der sichersten Länder der Welt sei. Oder, um es in Zahlen zu sagen: 98,3 Prozent der befragten Personen fühlen sich tagsüber im eigenen Haus sicher. Und 84 Prozent stimmen der Aussage zu: Die Polizei sei da, wenn man sie brauche.