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Gertrude Haase "Ich habe nichts gespürt": 101-Jährige spricht über ihre Impfung gegen das Coronavirus

Sehen Sie im Video: Einen Tag "zu früh" – So lief der Impfstart in Deutschland.




In Deutschland haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Bereits am Samstag, und damit einen Tag vor dem offiziellen Start des Impfprogramms, wurde den Bewohnern sowie dem Pflegepersonal eines Altenheims in Halberstadt, Sachsen-Anhalt, der Impfstoff von Pfizer/Biontech verabreicht. Wie Karsten Fischer, ein Vertreter des Pandemiestabs des Landkreises Harz, gegenüber lokalen Medien mitteilte, habe man die Logistik bereits schneller aufbauen können. Man wolle diesen einen Tag, den der Impfstoff an Haltbarkeit dann verliere, nicht verschwenden, hieß es. Die erste Person, die in Deutschland somit gegen Corona geimpft wurde, war die 101-jährige Edith Kwoizalla, die hier allerdings nicht zu sehen ist. Auch Ungarn und die Slowakei waren am Samstag mit den Immunisierungen vorgeprescht. Offiziell begannen die Impfungen in vielen EU-Ländern am Sonntag, so auch in Berlin. Die 101-jährige Gertrude Haase lebt seit 2011 in diesem Heim. Sie war eine der ersten älteren Menschen, die in der Hauptstadt geimpft wurden. Auf die Frage, ob sie etwas gespürt habe, sagte sie: "Nichts." Viel eher war das Problem, was man zu so einem Termin denn anziehe. "Das war eigentlich sehr überraschend, ich hatte nicht damit gerechnet, dass so früh einer kommt. Ich hatte grade alles mühsam angezogen und alles war durcheinander, so wie das eben so ist. Ich musste mich dann eben entscheiden, was ich anziehe, das war auch noch ein Problem. Dann dachte ich, ich habe ja eine alte Bluse, die brauch man nicht aufknüpfen, weil ich mit Aufknüpfen jetzt Schwierigkeiten habe." Die ersten COVID-19-Impfungen erhalten gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Menschen in Pflegeheimen. Die Injektionen werden von mobilen Impfeinheiten verabreicht, die zu den Heimen der älteren Menschen fahren. "Ja der (Coronavirus) ist sehr gefährlich. Und man hat ja auch schon gehört und gelesen immer, so viele Tote in den anderen Heimen, ist das schrecklich. Und deshalb ist es sehr gut, dass man dagegen geimpft wird. Das ist ein großer Vorteil für alle Leute hier." Die Bundesregierung plant, bis Ende des Jahres mehr als 1,3 Millionen Impfdosen an die kommunalen Gesundheitsämter in den 16 Bundesländern zu verteilen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. Das bedeutet, dass in den fünf Wochen vom 27. Dezember bis zum 31. Januar rund 4 Millionen Impfungen in Deutschland möglich sein sollen.
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Rund 11 Monate nach den ersten bekannten Fällen des Coronavirus in Deutschland, wurden in einem Pflegeheim in Sachsen-Anhalt die ersten Heimbewohner und das Personal geimpft. Die 101-jährige Gertrude Haase war eine der ersten älteren Menschen, die in der Hauptstadt geimpft wurden. Im Video spricht sie über ihre Erfahrung.

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