Nach einem Brand in einem Flüchtlingslager sitzen vertriebene Sudanesen, die ihre Heimatstadt Al-Faschir nach der gewaltsamen Übernahme durch die Miliz Rapid Support Forces (RSF) verlassen mussten, unter einem provisorisch errichteten Zeltdach.
Mehr als elf Millionen Menschen sind vor dem Krieg im Sudan geflohen. In einem Camp in Äthiopien finden einige Tausend Schutz, doch die internationale Hilfsbereitschaft sinkt.
In al-Faschir im Sudan lebten vor der Erstürmung durch Rebellen Hunderttausende. Doch wo sind sie nun? Gespräche mit Geflüchteten im Tschad lassen Fürchterliches erahnen.
Im Transitlager Tiné in Tschad warten sudanesische Flüchtlinge auf ihre Registrierung durch das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Eskalierende Gewalt nach Einnahme der Stadt Al-Faschir durch die RSF-Miliz hat in Nord-Darfur Massenfluchtbewegungen ausgelöst.
Trotz der offiziellen Zustimmung der RSF-Miliz zu einem Waffenruhe-Vorschlag fürchten die Vereinten Nationen weitere schwere Kämpfe und Gewalt im Sudan. "Es gibt kein Anzeichen einer Deeskalation", warnte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Freitag. Stattdessen seien vor Ort Vorbereitungen für "intensivierte Kampfhandlungen" zu beobachten.