Amir Chan Muttaki

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Der freigelassene Dennis Coyle (links)

Afghanistan lässt inhaftierten US-Bürger frei

Nach mehr als einem Jahr in Haft hat die radikalislamische Taliban-Regierung in Afghanistan einen US-Bürger freigelassen. "Der Oberste Gerichtshof des Islamischen Emirats erachtete seine Haftdauer als ausreichend und beschloss seine Freilassung", erklärte das afghanische Außenministerium am Dienstag. Demnach hatte die Familie des inhaftierten US-Bürgers Dennis Coyle um seine Freilassung gebeten. Der heute 64-Jährige war nach Angaben einer Stiftung, die sich für die Freilassung von im Ausland als Geiseln genommenen oder willkürlich inhaftierten US-Bürgern einsetzt, im Januar 2025 festgenommen worden.
Taliban-Sicherheitskräfte im Grenzgebiet zu Pakistan

Eskalation zwischen Afghanistan und Pakistan: Taliban-Angriff mit dutzenden Toten

Der Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan ist am Wochenende eskaliert: Bei einem Angriff afghanischer Taliban-Kämpfer an der Grenze zwischen beiden Staaten wurden in der Nacht zum Sonntag laut Kabul 58 pakistanische Soldaten getötet. Die pakistanische Armee sprach ihrerseits von 23 Toten auf eigener und mehr als 200 getöteten Kämpfern auf afghanischer Seite. Die Regierung in Islamabad kündigte eine "entschlossene" Reaktion auf den Angriff an.
Muttaki und Schirnow bei einem Treffen in Kabul

Russland erkennt als erstes Land die Taliban-Regierung in Afghanistan offiziell an

Russland hat als erstes Land die radikalislamische Taliban-Regierung in Afghanistan offiziell anerkannt. "Diese mutige Entscheidung wird ein Beispiel für andere sein", sagte der afghanische Außenminister Amir Chan Muttaki am Donnerstag nach einem Treffen mit dem russischen Botschafter in Afghanistan, Dmitri Schirnow, in Kabul. China begrüßte Russlands Entscheidung, in westlichen Ländern wie Deutschland sind offizielle Kontakte zu den Taliban hingegen höchst umstritten.