Draupadi Murmu

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Indiens neu gewählte Präsidentin Draupadi Murmu inspiziert eine Ehrengarde, nachdem sie am 25. Juli im Präsidentenpalast in Neu Delhi vereidigt wurde

Indiens neues Staatsoberhaupt Draupadi Murmu ist die erste indigene Präsidentin – Experte: "ein geschickter Schachzug" ihrer Partei

Weiblich, indigen, Präsidentin – im Westen verbinden wir dies mit Fortschritt und Diversität. Doch ist Draupadi Murmu, Indiens neue Präsidentin, wirklich ein Hoffnungsschimmer für Minderheiten? Im stern-Interview erklärt Dr. Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik, was er daran kritisch sieht. 
Video: Erstmals Vertreterin der indigenen Minderheit Staatsoberhaupt in Indien

Video Erstmals Vertreterin der indigenen Minderheit Staatsoberhaupt in Indien

STORY: In Indien ist erstmals eine Vertreterin einer indigenen Minderheit zur Präsidentin gewählt worden. Die 64-jährige ehemalige Lehrerin Draupadi Murmu wird das Amt am 25. Juli für fünf Jahre antreten. Mehr als 4500 Abgeordnete auf Bundes- und Landesebene hatten am Montag an der Präsidentschaftswahl teilgenommen, die Auszählung war am Donnerstag beendet. In den mehrheitlich von den Indigenen bewohnten Bundesstaaten wurde der Ausgang der Wahl ausgiebig gefeiert. Murmu war von der Partei von Ministerpräsident Narendra Modi unterstützt worden. In Indien ist das Staatsoberhaupt der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, aber nur der Ministerpräsident hat Exekutivbefugnisse. In politischen Krisensituationen spielt die Präsidentin aber eine Schlüsselrolle: Sie kann beispielsweise nach Parlamentswahlen mit kompliziertem Ausgang entscheiden, welche Partei am besten in der Lage ist, eine Regierung zu bilden.