Indiens neues Staatsoberhaupt Draupadi Murmu ist die erste indigene Präsidentin – Experte: "ein geschickter Schachzug" ihrer Partei

Indiens neu gewählte Präsidentin Draupadi Murmu inspiziert eine Ehrengarde, nachdem sie am 25. Juli im Präsidentenpalast in Neu Delhi vereidigt wurde
Indiens neu gewählte Präsidentin Draupadi Murmu inspiziert eine Ehrengarde, nachdem sie am 25. Juli im Präsidentenpalast in Neu Delhi vereidigt wurde
© Imtiyaz Khan/ / Picture Alliance
Weiblich, indigen, Präsidentin – im Westen verbinden wir dies mit Fortschritt und Diversität. Doch ist Draupadi Murmu, Indiens neue Präsidentin, wirklich ein Hoffnungsschimmer für Minderheiten? Im stern-Interview erklärt Dr. Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik, was er daran kritisch sieht. 

In Neu-Delhi ist am Montag Draupadi Murmu vereidigt worden – als erste Indigene und zweite Frau überhaupt in dem Amt. Indien steigt zu einem immer wichtigeren Handelspartner für Europa auf, auch für Kraftstoffe in Milliardenhöhe. Gleichzeitig rangiert es auf Listen für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit im unteren Bereich. Vor allem Gewalttaten gegen Frauen und ethnische Minderheiten landen immer wieder in den Schlagzeilen. Ist die neue Präsidentin eine Lösung für dieses Dilemma? Zumindest ihre Partei, die regierende hindunationalistische BJP stellt dies so dar. Premierminister Narendra Modi (BJP) bezeichnete Murmu als "Hoffnungsstrahl für unsere Bürger, vor allem für die Armen, die Benachteiligten und Vernachlässigten".


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