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Joël Le Scouarnec

Kinderschänder-Fall in Frankreich: Entschädigungsverfahren begonnen

Im Fall des hundertfachen Missbrauchs junger Patienten durch einen früheren Chirurgen in Frankreich geht es seit Montag um die Entschädigung der Opfer. Zum Auftakt des Zivilverfahrens in Vannes im Westen des Landes äußerte die Pflichtverteidigerin von Joël Le Scouarnec die Vermutung, dass dessen Opfern insgesamt mehrere hunderttausend Euro zugesprochen werden. Der 74 Jahre alte ehemalige Arzt war im Mai zur Höchststrafe von 20 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte gestanden, knapp 300 überwiegend minderjährige Patienten missbraucht zu haben - viele von ihnen unter Narkose. 
Angeklagter Le Scouarnec vor Gericht

Missbrauchsprozess: Französischer Arzt bekennt Verantwortung für zwei Todesfälle

Der des Missbrauchs von mehr als 250 Kindern angeklagte französische Arzt hat seine Verantwortung für den Tod zweier seiner früheren Opfer bekannt. "Sie sind tot, ich bin dafür verantwortlich", sagte er am Dienstag vor Gericht in Vannes mit Blick auf zwei junge Männer, die er als Kinder sexuell missbraucht hatte. 
Covid-19-Pandemie: Intensivmediziner warnt vor immer mehr jüngeren Corona-Todesopfern – und hat eine düstere Prognose

Covid-19-Pandemie Intensivmediziner warnt vor immer mehr jüngeren Corona-Todesopfern – und hat eine düstere Prognose

Sehen Sie im Video: Arzt warnt vor immer mehr jüngeren Corona-Todesopfern.




Nicht nur in Deutschland wird davor gewarnt, dass jetzt mehr jüngere Menschen mit einer Corona-Infektion auf den Intensivstationen liegen. Der Anästhesist Yannick Mortier arbeitet in einem Krankenhaus im nordwestfanzösischen Vannes. Er sieht dieser Tage immer mehr jüngere Menschen auf der Intensivstation ankommen. "Im März 2020 hatten wir es mit über 75 Jahre alten Patienten zu tun. Aber im Gegensatz zu dem, was man in der Öffentlichkeit wahrnimmt, sind es nicht nur ältere Menschen, die daran sterben, sondern mittlerweile auch Menschen zwischen 55 und 65. Wenn wir es nicht schaffen, die Pandemie zu stoppen, denke ich, dass es im März 2022 die 45-Jährigen sein werden, die auf der Intensivstation landen. Wir müssen es wie in China machen – die Distanzierungen zu anderen Menschen einhalten – oder wie in Israel oder England - uns impfen lassen." Caroline Evelyne ist 46 Jahre alt. Bei ihr wird eine Lumbalpunktion im Bereich der Lendenwirbel durchgeführt, um zu sehen, wie weit sich das neuartige Virus in ihrem Körper ausgebreitet hat. Am 4. April hatte sie Atemschwierigkeiten bekommen, nachdem sie Ende März positiv getestet wurde. "Ich bin gerade sehr, sehr müde. Gerade kann ich nichts machen, ich kann nicht." Eigentlich arbeitet sie in dem Krankenhaus als Pflegekraft und bewegt Patienten von A nach B. Nun ist sie diejenige, die im Bett liegt. Frankreich kämpft derzeit gegen die dritte Welle der Pandemie an. Viele Krankenhäuser sind ausgelastet. Die Regierung setzt aufs Impfen, was im Januar noch langsam angefangen hat und nun an Fahrt aufnehmen soll. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch, dass die Zahl der Menschen auf Intensivstationen mit Covid-19 auf einen neuen Rekord von 5729 Personen gestiegen ist. In Deutschland liegt die Zahl ähnlich hoch bei rund 4400.