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Tuberkulose: Die Rückkehr der Schwindsucht

Die Tuberkulose ist wieder auf dem Vormarsch - und das nicht nur in den Entwicklungsländern, und sie ist heute besonders gefährlich.

Die Tuberkulose ist wieder auf dem Vormarsch - und das nicht nur in den Entwicklungsländern, und sie ist heute besonders gefährlich. Seit 1970 wurden kaum neue Medikamente entwickelt und die Bazillen sind resistent gegen viele Standard-Antibiotika. Deshalb dauert die Behandlung der Krankheit heute länger, was besonders Patienten in Ländern wie Indien, Bangladesh, Kambodscha und einigen afrikanischen Ländern vor große Probleme stellt. Regelmäßige Medikamenteneinnahme, täglich weite Wege zu Kliniken zurücklegen zu müssen, monatelang nicht arbeiten können, das halten viele Infizierte nicht lange durch und risikieren so, dass die Krankheit nicht ausheilt und schlimmer als vorher wieder ausbricht, was neue Resistenzen fördert. Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) hat in den Slums im Norden von Neu-Delhi ihr Projekt zur Eindämmung der Tuberkulose ausgeweitet. Mit Hilfe der Spenden der stern-Leser wird die monatelange Medikamenten- einnahme überwacht, zusätzliche Nahrungsmittel für die oft schlecht ernährten Patienten ausgegeben und vor allem viel für Aufklärungsarbeit zur Verhinderung von Neu-Infektionen geleistet.

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