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Stiftung Stern

Kinderarbeit: Ein schmutziges Geschäft

Das Magazin VIEW aus der stern-Familie berichtet in seiner neuesten Ausgabe von einem weiteren Fall von Kinderarbeit in der Dritten Welt. Um die Kinder da heraus zu holen, hat UNICEF ein Programm umgesetzt, dass den Kindern Bildung statt Arbeit erlaubt. Dieses wollen wir gerne unterstützen.

Nur in T-Shirt und kurzen Hosen hantieren die Kinder mit den heißen Chemikalien, ihre Augen sind gereizt von den beißenden Farbdämpfen. Die Hitze und der Gestank sind ihr Alltag in einer Fabrik für Luftballons.

Rund zwanzig Kinder arbeiten hier. In Zwölfstundenschichten tauchen sie Brettergestelle in heißen Gummi und pinseln bunte Muster auf die einfarbigen Rohlinge. Zum Schluss ziehen die Kinder sie wieder von der Form – wie Socken, die auf links gedreht werden. Dafür bekommen sie pro Woche umgerechnet 1,50 Euro Lohn. Geld, auf das ihre Familien dringend angewiesen sind. Der einheimische Fotograf Andrew Biraj: „Ich dachte ständig darüber nach, wie ich die Kinder da raus bekomme. Ich konnte aber nicht mehr tun, als der Welt durch Fotos zu zeigen, was hier passiert.“ Zum Teil werden auch die in Deutschland erhältlichen Ballons in Asien hergestellt – aber maschinell. Die so wie hier produzierten werden nur lokal verkauft.

Das UNICEF-Programm soll den Kindern durch einen Schulbesuch eine Chance geben: "Das Bildungsprogramm für arbeitende Kinder kommt mit einfachen Mitteln aus. Häufig besteht das „Klassenzimmer“ für etwa 25 Kinder nur aus einer Bambushütte. Doch für die Kinder bedeutet der regelmäßige Unterricht viel mehr als nur zu lernen: Viele erfahren hier zum ersten Mal, dass sie etwas wert sind und aus ihrem Leben etwas machen können."

Für 150 € kann UNICEF einem arbeitenden Kind in Bangladesch den Besuch des vierjährigen Bildungskurses ermöglichen – inklusive Schulmaterial, Lehrerausbildung und Einrichtung des Zentrums.

Mehr Infos bei UNICEF

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