Ohne Mühe abnehmen: Zahlreiche Pillen und Pülverchen versprechen eine Wunschfigur in kurzer Zeit. Doch was ist dran an den gepriesenen Wundermitteln?
Appetitzügler
Appetitzügler sind Arzneimittel, die hemmend auf das Appetitzentrum wirken. Die künstlich erzeugte Appetitlosigkeit wird mit euphorisierenden Substanzen aufgefangen, die für ein inneres Hochgefühl sorgen. Apothekenpflichtig ist der Wirkstoff Norephedrin, verschreibungspflichtig sind Ephedrin, Diethylpropion, Phenylpropanolamin, Sibutramin und Rimonabant. Verboten sind zum Beispiel Produkte mit Amfepramon, Norpseudoephedrin, Mefenorex, Fenfluramin oder Dexfenfluramin.
Wirkprinzip
Appetitzügler bauen kein Fett im Körper ab, sondern täuschen das Hunger- und Sättigungszentrum im Gehirn. Mit der Dauer der Einnahme lässt die Wirksamkeit nach. Meist wird eine Einnahme über höchstens vier Wochen empfohlen. Einige verschreibungspflichtige Appetitzügler dürfen bis zu drei Monate verwendet werden, Sibutramin bis zu ein Jahr.
Risiken und Nebenwirkungen
Appetitzügler können abhängig machen. Weitere mögliche Nebenwirkungen bei Dauergebrauch sind Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Übelkeit, erhöhter Blutdruck und Herzbeschwerden. Bei den meisten Appetitzüglern kann während der Einnahme das Reaktionsvermögen, zum Beispiel im Straßenverkehr, beeinträchtigt sein.
Bewertung
Generell raten wir von Appetitzüglern ab. Sie sollten nur in Ausnahmefällen auf ärztliche Verordnung zu Beginn einer Gewichtsreduktion eingesetzt werden.
Angela Clausen