Die Welt in einzigartigen Aufnahmen

16. April 2012, 13:10 Uhr

Zwei Jahre, vier Lebensräume, 14 Reiseziele: In einem einzigartigen Projekt bereist der renommierte Naturfotograf Markus Mauthe die Welt. stern.de begleitet ihn exklusiv auf seiner Tour. Von Lea Wolz

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Einmal um die Welt reisen - allerdings in mehr als 80 Tagen: Für den Naturfotografen Markus Mauthe ist das ein lang gehegter Lebenstraum. In einzigartigen Bildern will er die Vielfalt und Schönheit unserer Erde festhalten, um so den Menschen Zusammenhänge aufzuzeigen. Nun wird dieser Traum Realität. Zwei Jahre lang sucht der 42-Jährige die unterschiedlichsten Lebensräume unseres Planeten auf: Von der Wüste reist er in den Regenwald, vom Gebirge zu den großen Seen und Flüssen dieser Welt.

Die Leser von stern.de können ihn exklusiv auf seiner Tour durch die wilden Schönheiten der Welt begleiteten: In regelmäßigen Abständen zeigen wir die besten  Aufnahmen des Naturfotografen und berichten über seine Erlebnisse. Das Projekt "Naturwunder Erde" wird von der Umweltschutzorganisation Greenpeace finanziert, im Knesebeck Verlag soll nach Abschluss der Weltreise ein Bildband mit den schönsten Aufnahmen erscheinen.

Reise in die entlegenen Ecken der Welt

"Diese Reise in die entlegenen Ecken der Welt ist mein bisher größtes Projekt", sagt Mauthe. Unzählige unterschiedliche Lebenswelten will der Naturfotograf erkunden, 14 Reisen wird er dafür unternehmen - der Baikalsee in Russland steht ebenso auf seinem Reiseplan wie die Steppe in der Mongolei oder der Regenwald im Amazonasgebiet. Sein Ziel: Die unterschiedlichen Lebensräume "Wasser", "Wald", "Grasland" und "Gestein" vorstellen und aufzeigen, wie wichtig jeder von ihnen ist. "Der nördlichste Punkt meiner Reise wird das Packeis bei Spitzbergen sein", sagt der passionierte Fotograf. "Der südlichste Punkt die größten Inlandgletscher der Welt in Patagonien."

Das Ziel der Reise ist für Mauthe klar: Den Menschen die Schönheit der Welt zeigen - und zugleich auf ihre Verwundbarkeit aufmerksam machen. "Wer meine Bilder sieht, soll verstehen, wie dieser Planet als Organismus funktioniert und wie jeder seinen Beitrag zu dessen Erhalt leisten kann." Schön habe dies ein Zuschauer einmal nach einem seiner Vorträge formuliert, erinnert sich Mauthe. "Er sagte, ihm sei wieder bewusst geworden, dass er Teil dieses Ökosystems ist."

Ein Ökosystem, in das der Mensch durch seinen Konsum kräftig eingreift. Beispiel: die großen Wälder Kanadas - eine der ersten Stationen der Reise. Der unersättliche Hunger der Welt nach Holz und Papier lässt die großen Holzkonzerne immer tiefer in die Wälder eindringen. "Seit den 1970er Jahren wurde allein in Quebec Urwald auf einer sechsfachen Größe Belgiens zerstört", so Mauthe. Das Beispiel zeige: "Die Welt ist im Umbruch, und die Veränderungen zum Schlechten sind mittlerweile so gravierend und brutal und geschehen in so kurzen Zeiträumen, dass einem fast schwindelig wird. Je länger ich diesen Job mache, desto bewusster wird mir das."

"Naturwunder Erde": Weiße Wüste
"Naturwunder Erde": Weiße Wüste
"Naturwunder Erde": Weiße Wüste
"Naturwunder Erde": Weiße Wüste
Wind und Sand als Baumeister In einem einzigartigen Projekt bereist der Naturfotograf Markus Mauthe die Welt. Erstes Ziel: die Weiße Wüste.
Greenpeace-Projekt "Naturwunder Erde"

Zwei Jahre, vier Lebensräume, 14 Reiseziele: In einem einzigartigen Projekt bereist Markus Mauthe die Welt.

 
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