Übernachten in der Schachtel

4. Februar 2013, 14:02 Uhr

Moskau gilt als eine der teuersten Städte der Welt. Besonders für Hotelbesuche müssen Touristen tief in die Tasche greifen. Eine neue Designidee will hier eine Marktlücke schließen.

Wer schon einmal nach Moskau gereist ist, weiß, dass eine Nacht im Hotel hier ganz schön teuer sein kann. mehr...

Mit Zimmerpreisen, die im Regelfall bei 80 Euro pro Nacht anfangen, scheint die russische Hauptstadt nach einer preisgünstigen Übernachtungsalternative fast zu schreien.

Das könnte sie sein: Die Sleepbox - zu deutsch die Schlafschachtel. Dieses Konzept eines russischen Entwicklers richtet sich hauptsächlich an Reisende, die eine Wartezeit überbrücken müssen.

O-Ton Natalya Chernikova, Hotelmanagerin: „Unsere Kunden sind meistens russische oder internationale Geschäftsmänner, die in Moskau einen Zwischenstopp machen. Natürlich freuen wir uns aber auch über jeden Touristen, der sich für das Konzept des Hotels interessiert, sei er aus Russland oder von außerhalb.“

Mit einer Fläche von gerade einmal 3,75 Quadratmetern, sind die Schlafschachteln sehr zweckmäßig und bieten dennoch High-Tech-Funktionen an. Man kann alleine, aber auch zu zweit – regelrecht übereinandergestapelt – übernachten. Wem das zu eng wird: Es gibt auch noch die richtigen Zimmer, die sich allerdings kaum von einem üblichen Hotelzimmer unterscheiden.

Von der Grundidee ähneln die russischen Schlafschachteln den sogenannten Kapselhotels, die es seit den 1970er Jahren in Japan gibt. Die russische Alternative ist zwar billiger als die Durchschnittsübernachtung in Moskau, ein Schnäppchen für Low-Budget-Touristen sind sie aber nicht.

Außerdem sollen sie nicht nur in der Hotelbranche Nutzung finden. Übermüdeten Touristen in Flughäfen oder gestressten Mitarbeitern in Büros sollen sie eine flexible Ausruhmöglichkeit bieten. Schließen