Nachtarbeit und Schichtwechsel zwingen Menschen einen Takt auf, der gegen ihren biologischen Rhythmus geht. Daher kämpfen sie oft mit gesundheitlichen Problemen. Doch es gibt ein paar Tricks, die den Taktwechsel erträglicher machen.

Nachts schuften, tags schlafen: Leben gegen den Uhrzeigersinn© Colourbox
Das oberste Gebot für einen gesunden Schlaf: Immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen, immer zur gleichen Zeit aufstehen. Menschen, die nachts arbeiten müssen oder im Schichtbetrieb, können das aber nicht. Deshalb leben sie ständig gegen ihren körpereigenen, biologischen Rhythmus. Deshalb riskieren sie, Ein- und Durchschlafprobleme zu bekommen. Oder Gewichtsprobleme. Oder Magen- und Darm-Erkrankungen. Sogar Herz-Kreislauf-Krankheiten können die Folge sein.
Vor allem Nachtarbeiter haben es schwer: Um drei Uhr nachts haben die meisten Menschen ein absolutes biologisches Tief. Ihre Reaktionszeit ist extrem lang, sie sind sehr müde. Daran ändert sich wenig, wenn sie tagsüber nur geschlafen haben. Denn Schlaf am Tage ist nicht so erholsam wie der in der Nacht. Schließlich ist die innere Uhr unseres Körpers ist auf Aktivität eingestellt, wenn es draußen hell ist.
Auch wer im Schichtbetrieb arbeitet, lebt gegen den natürlichen Takt des Körpers: Die ständig wechselnden Schlaf- und Wachzeiten lassen die innere Uhr völlig durcheinander geraten. Schlafprobleme sind die Folge, aber auch Schwierigkeiten mit der Verdauung oder andere Stress-Symptome.
Falls Sie Ihre Arbeitschichten zu verschiedenen Tag- und Nachtzeiten haben, können Sie Ihre innere Uhr einigermaßen im Takt halten, wenn Sie ein paar Dinge beachten:
Nachts arbeiten, tagsüber schlafen - das ist eine große Herausforderung für den Körper. Sie können aber einiges tun, damit Sie Ihre Arbeit gut durchstehen und damit Ihr Schlaf tagsüber erholsam ist.
Wenn Sie trotz dieser Maßnahmen nicht gut schlafen können, sollten Sie mit einem Schlaftherapeuten reden. Er kann mit Ihnen gemeinsam herausfinden, ob Ihre Schlafprobleme wirklich von der Schichtarbeit kommen. Sie könnten zum Beispiel - sofern möglich - versuchen, vier Wochen Tagesschicht zu arbeiten. Können Sie in dieser Zeit gut schlafen, ist es wohl die Schichtarbeit, die Ihnen zu schaffen macht. Manchmal bleibt dann nur ein Ausweg: den Job zu wechseln.