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Lohnt sich Amazon Prime überhaupt?

Amazon haut am Dienstag jede Menge Angebote raus - allerdings nur für Prime-Kunden. Aber wann lohnt sich die Amazon-Prime-Mitgliedschaft? Eine Untersuchung zeigt: Wer nur günstig einkaufen will, sollte die Finger davon lassen.

Amazon Prime Day: Lohnt sich das?

Amazon Prime Day: Lohnt sich das?

Am Dienstag startet der dritte Amazone Day in Deutschland. Kunden des Onlinehändlers, die sich für die Prime-Mitgliedschaft entschieden haben, bekommen den ganzen Tag besondere Schnäppchen angeboten. Auch wenn solche Shoppingaktionen verlockend klingen: Lohnt sich eine Amazon-Prime-Mitgliedschaft überhaupt? Oder lockt das Unternehmen damit nur, um richtig Kasse zu machen?

Das Schnäppchen-Netzwerk Mydealz hatte sich im vergangenen Jahr die speziellen Mitgliedschaften bei Onlinehändlern genauer angesehen. Denn neben bieten auch andere Plattformen wie beispielsweise Ebay solche Programme für Kunden. Das Ergebnis ist recht eindeutig: Wer einfach nur Versandkosten sparen will, ist bei dem Programm nicht richtig. Zumindest dann nicht, wenn der Kunde nur ein gelegentlicher Besteller ist. 

Amazon Prime und Ebay Plus: Versand per Flatrate

Amazon Prime kostet inzwischen 69 Euro im Jahr (im vergangenen Jahr zahlten Kunden noch 49 Euro). Dafür bekommen Kunden Artikel, die mit Prime gekennzeichnet sind, kostenlos geliefert. Ein ähnliches System hat auch Ebay gestartet. Ebay Plus kostet jährlich knapp 20 Euro. Beide Systeme sind als Versandkostenflatrate zu verstehen. Aber ab wann lohnen sie sich?

Amazon Prime ist teuer

Mydealz hat sich 20 Onlineshops angesehen, die eine solche Flatrate anbieten. Dabei sind Anbieter wie Asos, Amazon, Heine, Baur und .  Amazons Angebot ist mit Abstand am teuersten. Nur Gourmondo verlangt ebenfalls 49 Euro - so wie Amazon auch im vergangenen Jahr. Bei Heine und Baur zahlen Kunden jährlich rund 15 Euro, bei Jako-o werden ebenfalls rund 15 Euro fällig. 

Allerdings bestehen einige Händler auf einen Mindestbestellwert. Bei Jako-o muss der Warenkorb Artikel im Wert von mindestens 20 Euro enthalten. 

Insgesamt müssen Kunden bei Amazon 23 mal im Jahr etwas bestellen, damit sich die Prime-Mitgliedschaft lohnt. Bei Gourmondo wären es elf Bestellungen im Jahr, bei Ebay sieben und bei Jako-o nur drei Lieferungen jährlich, damit sich die Flatrate auszahlt.

So wird Amazon Prime zum Schnäppchen

Allerdings bekommen Amazon-Kunden bei der Prime-Mitgliedschaft weit mehr als nur kostenlose Lieferungen. Der Speicherdienst Amazon Cloud Drive und die Streaming-Dienste Prime Video, und Prime Music sind im Abo zum Teil inbegriffen. Viele Inhalte können Prime-Kunden nutzen, ohne dafür etwas zusätzlich bezahlen zu müssen. Auch die Kindle-Leihbücherei steht Kunden offen, die Flatrate enthält neben vielen E-Books mittlerweile auch digitale Ausgaben von aktuellen Magazinen - etwa dem stern

Angebote wie die Amazon Pantry und nun auch der Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh sind nur mit einem Amazon-Prime-Abo möglich. Wer dieses Zusatzangebot nicht braucht, muss rein rechnerisch alle zwei bis drei Wochen bei Amazon bestellen, damit sich die Mitgliedschaft rechnet.

Einige Vorteile nicht eingerechnet

Allerdings hat Mydealz nicht alle Bestellmöglichkeiten bei Amazon in die Rechnung integriert. So sparen Prime-Kunden bei der Express-Lieferung: Statt 9,99 Euro zahlen sie nur 5 Euro. Außerdem kommt die Lieferung am Bestelltag dazu, die Amazon bislang in einigen Städten anbietet. Ab einem Bestellwert von 20 Euro zahlen Prime-Kunden nichts für diesen Service, alle anderen müssen dafür 9,99 Euro ausgeben. Eine kostenlose Lieferung - auch für Nicht-Prime-Kunden - bietet Amazon für Bücher und ab einem Mindestbestellwert von 29 Euro. 

kg

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