ZDF Serie geht in die 20. Staffel "Habe gelernt, wirklich zu leben": "SOKO Wien-Star Lilian Klebow im Interview

  • von Marina Birner
Sie zählt zu den dienstältesten Darstellerinnen der Serie "SOKO Wien": Lilian Klebow (48) hatte ihren ersten Auftritt bereits in der ersten Folge der ersten Staffel, die im Jahr 2005 startete. Nun feiert die Schauspielerin den Start der 20. Staffel (ab Freitag, 23. Januar, 18.00 Uhr, ZDF).
Sie zählt zu den dienstältesten Darstellerinnen der Serie "SOKO Wien": Lilian Klebow (48) hatte ihren ersten Auftritt bereits in der ersten Folge der ersten Staffel, die im Jahr 2005 startete. Nun feiert die Schauspielerin den Start der 20. Staffel (ab Freitag, 23. Januar, 18.00 Uhr, ZDF).
© 2015 Getty Images/Monika Fellner
Seit Folge eins steht Lilian Klebow als Penny Lanz für "SOKO Wien" vor der Kamera. Seitdem hat sich einiges verändert – auch für Frauen in der TV- und Filmbranche. Im Interview anlässlich der 20. Staffel verrät Klebow, womit sie zu kämpfen hatte und was ihr als zweifache Mama und Serienstar Halt gibt.

Seit fast 20 Jahren steht Lilian Klebow (48) als Chefinspektorin Penny Lanz für die ZDF-Krimiserie "SOKO Wien" vor der Kamera. Wie es ist, eine der langlebigsten Serienhauptrollen im deutschsprachigen Raum zu prägen, verrät die zweifache Mutter im Interview anlässlich des Starts der 20. Staffel (wöchentlich ab Freitag, 23. Januar, 18.00 Uhr). Mit ihrer Serienfigur ist die Frau des ehemaligen "Sturm der Liebe"-Stars Erich Altenkopf gewachsen, sowohl beruflich als auch privat. Heute ist Klebow nicht nur Schauspielerin, sondern auch Mama, Autorin, Musikerin und engagierte Ehrenbotschafterin für das Jane-Goodall-Institut. Im Interview spricht sie über die Herausforderung, Familie und Dreharbeiten zu vereinbaren, über die Sicherheit, die ihr die langjährige Serienrolle gibt, und über die Veränderungen für Frauen in der TV- und Filmbranche.

teleschau: Frau Klebow, wie funktioniert der Alltag als Familie, wenn beide Eltern erfolgreiche Schauspieler sind und einen straffen Drehplan haben?

Lilian Klebow: Es ist nicht immer leicht. Für Kinder braucht es viel Kontinuität und einen geregelten Alltag. Daher mag ich den Satz: "Was wir Alltag nennen, ist ihre Kindheit." Eltern sollten öfter mal innehalten und sich von den Kindern Wunder abschauen. Wir haben versucht, den Alltag für sie bestmöglich zu organisieren. Mit der Zeit wurden wir besser darin, auch wenn es oft größte Flexibilität verlangt hat und anstrengend war. Deshalb bin ich der "SOKO Wien" sehr dankbar – sie hat mir ermöglicht, Mama zu sein, in einer Stadt mit meinen Kindern, und die Produktion nahm viel Rücksicht.

teleschau: Teilen Sie sich die Aufgaben als Eltern mit Ihrem Mann also gerecht auf?

Klebow: So gut es geht. Das funktioniert nur im Miteinander. Strukturell sind wir als Gesellschaft noch nicht gleichberechtigt. Vieles lastet immer noch auf den Schultern der Frauen. Als Paar mussten wir uns regelrecht erkämpfen, dass auch der Mann genauso wie die Frau für seine Familie da sein kann. Natürlich lag trotzdem mehr Verantwortung bei mir, da ich hier in Wien war, während mein Mann für "Sturm der Liebe" nach München pendelte. Das war oft grenzwertiger Stress, aber ich weiß, wofür ich es tue: für meine Kinder, die ich über alles liebe.

"Es geht nicht mehr ums Ego, sondern darum, die Lebensfackel weiterzugeben"

teleschau: Wo finden Sie Ihre Ruheinseln in all dem Trubel?

Klebow: Irgendwann begriff ich, dass ich als Mama fast wie eine Spitzensportlerin lebe – krank werden ist keine Option. Ich achte sehr auf mich, gehe früh schlafen und nehme mir morgens eine halbe bis ganze Stunde nur für mich: Ich meditiere, mache Yoga oder lese einfach. Das gibt mir Energie. Ich ernähre mich gesund und habe gelernt, wirklich zu leben. Es geht nicht mehr ums Ego, sondern darum, die Lebensfackel weiterzugeben. Das ist ein großes Glück, dass wir als Eltern über uns hinauswachsen durften. Mein Verleger sagte einmal, nichts sei so effektiv wie eine Frau Mitte 50, die ihre Kinder großgezogen hat – sie habe vor nichts mehr Angst (schmunzelt). Definitiv!

teleschau: Was würden Sie davon halten, wenn Ihre Kinder in Ihre Fußstapfen treten wollten?

Klebow: Dann könnte ich Ihnen zumindest helfen. Aber wie ich meine Kinder kenne, wollen sie es schon selbst schaffen – ganz ohne meine Hilfe.

teleschau: Haben sie das von Ihnen oder vom Papa?

Klebow: Wahrscheinlich von uns beiden. Wir kommen aus einfachen Verhältnissen: Mein Vater war Lehrer und meine Mutter Sekretärin. Früher habe ich Kollegen beneidet, deren Eltern Schauspieler waren. Da öffnen sich Türen vielleicht schneller, aber durchgehen muss jeder selbst. Ein bekannter Name kann auch ein Nachteil sein. Ich sehe es als großes Privileg, sich etwas erarbeiten zu können. Als Kind hätte ich nie gedacht, dass ich diesen Beruf ausüben darf. Für meine Kinder wird das anders sein, sie wachsen damit auf. Was für mich eine Magiewelt ist, ist für sie normal. Ich bin gespannt, was sie machen werden. Meine Tochter sagt allerdings jetzt schon: "Das ist nichts für mich."

"Als Lebensmittelpunkt halte ich Social Media für problematisch"

teleschau: Wenn wir über das Thema Gleichberechtigung sprechen, spielen auch die sozialen Medien eine große Rolle. Wie gehen Sie mit Kritik an Ihnen als Mama und Karrierefrau um?

Klebow: Zum Glück musste ich das wirklich selten erfahren. Aber weil es thematisch gut dazu passt: Ich sah Sophie von Kessel 1994 auf der Bühne. Jetzt arbeiten wir zusammen an einem Abend zu Ehren von Hildegard Knefs 100. Geburtstag. Knef wurde mit 42 Jahren Mutter und erntete Kritik, weil sie als Künstlerin weiterarbeitete. Sophie und ich sind beide Mama, und wir tauschen uns darüber aus. Damals wie heute gelten arbeitende Frauen als "Karrierefrauen", während die Bezeichnung "Karrieremann" den wenigsten geläufig ist. Dabei übernehmen Frauen auch unbezahlte Managementarbeit: Haushalt, Termine, Familienlogistik. All das ermöglicht den Männern ihre Arbeit. Ich versuche, das mit Humor statt Verbissenheit zu thematisieren. Ich setze auf den Dialog statt auf Anklage. Wir Frauen reden heute darüber, statt still zu leiden. Ich thematisiere immer wieder, dass ich als berufstätige Mutter erschöpft bin. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Ehrlichkeit – gerade im Internet.

teleschau: Wo ziehen Sie dann für sich die Linie zwischen Ihrer Rolle als Vorbild in der Öffentlichkeit und Ihrem privaten Schutzraum?

Klebow: Ich ziehe da eine klare Grenze. Wenn meine Tochter mit zu einer Premiere kommt und ein Foto möchte, ist das in Ordnung. Aber ich werde keine Fotos, auf denen meine Kinder erkennbar sind, posten. Das ist ihr Schutzraum, sie sollen selbst entscheiden dürfen. Auch Pressefotos gab es nur mit ihrem Einverständnis. Kinder können das oft noch nicht ganz erfassen, deshalb bin ich da vorsichtig.

teleschau: Bieten soziale Medien neben Risiken und Überforderung auch Chancen?

Klebow: Ja, ich teile online gerne Themen, die viele Menschen beschäftigen. Ich bin ein Mensch, der sich auch ohne Angst vor Kritik austauscht. Aber wie bei vielen Dingen wurde auch das Smartphone einfach auf Kinder losgelassen, ohne die Folgen zu bedenken. Wir wissen, dass endloses Scrollen oft unglücklich macht und sogar zu Depressionen führen kann. Deshalb sollten wir uns fragen: Womit "füttern" wir unsere Kinder? Diese Technikbegeisterung entfernt uns zunehmend von unserer Natur. Soziale Medien können eine Chance sein. Aber ein Spaziergang im Wald sollte unsere Natur bleiben, und nicht eine geschönte Statusleiste. Als Lebensmittelpunkt halte ich Social Media für problematisch.

"Eine so ungeschönte Frauenrolle hätte es früher nicht gegeben"

teleschau: Sie entsprechen dem klassischen Schönheitsideal, wie es wohl viele definieren würden. Gab es Situationen, in denen Sie das Gefühl hatten, dass man Sie schneller in eine Schublade gesteckt hat?

Klebow: Ja, total. Die Feministin in mir sagt: Jegliche Bewertung einer Frau – oder auch eines Mannes – von außen ist anmaßend. Als Jugendliche war ich nie besonders beliebt. Ich war eher unsicher, hatte keine Traumfigur und war eher punkig als klassisch schön. An der Schauspielschule hieß es, so könne ich nicht auf die Bühne. Nach meinem Make-over änderte sich diese Einstellung mir gegenüber dann: "Du bist ja blond und groß, was sollst du für Probleme haben?". Das fand ich eine Frechheit! Ich hatte vier Jahre lang hart an mir gearbeitet. Mein Selbstbewusstsein kam nicht von selbst – ich musste meine Unsicherheit immer wieder überwinden. Es war verletzend, in Castings Kommentare wie: "Du bist zu schön für die Rolle" oder "zu gesund aussehend" zu hören ... oder sogar: "Schöne sind nicht lustig." Diese Klischees nerven: Bist du klein und dick, bist du lustig. Bist du groß und blond, bist du die Heldin. Das ist totaler Unsinn.

teleschau: Inwiefern hat sich Ihr Umgang damit im Laufe der Jahre verändert?

Klebow: Natürlich bin ich heute sehr dankbar – aber ich habe nichts dafür getan, so auszusehen. Es dauerte Jahre, bis ich verstanden habe: Ich darf mich freuen. Ich möchte allerdings einfach durch mein Tun glänzen, nicht durchs Aussehen. Das ist schön, und ich bin sehr dankbar dafür. Aber ich bin jetzt 48 – wenn ich mich darüber definieren würde, hätte ich nicht viel dazu gelernt (lacht).

teleschau: Hat sich der Druck, gut auszusehen, über die Jahre verändert – oder bleibt er für Frauen in der Branche konstant?

Klebow: Ich habe das Gefühl, dass heute viel mehr Frauen auf Missstände hinweisen. Ein schönes Beispiel für die Veränderungen in der Branche ist Kate Winslet in "Mare of Easttown": Eine so ungeschönte Frauenrolle hätte es früher nicht gegeben. Zum Glück sind auch bei uns in der "SOKO Wien" die High Heels und engen Röcke verschwunden. Während einer Szene, in der ich einen Hügel herunterlaufen musste, boykottierte ich die Entscheidung des Regisseurs, Penny so laufen zu lassen. Ich bat ihn also, das selbst doch mal in Stilettos zu versuchen. Das Frauenbild hat sich einfach verändert.

"Wem obliegt es zu beurteilen, ob eine Frau geschminkt ist, oder nicht?"

teleschau: Mussten Sie sich im Laufe Ihrer Karriere oft gegen männliche Kollegen behaupten?

Klebow: Ja, definitiv. Man muss wissen: Ich bin sehr gleichberechtigt aufgewachsen. Mein Vater und ich reparierten zusammen Autos. Er machte nie ein Ding daraus, dass ich ein Mädchen war. Erst mit 26 merkte ich am Set unter all den Männern: "Okay, ich bin jetzt die einzige Frau hier." Obwohl ich genauso schlagfertig und präsent war, gehörte ich irgendwie nie ganz dazu. Das war eine Form von Ausgrenzung. In einer wirklich tragischen "SOKO"-Szene musste Penny weinen, was mir gar nicht so leichtfällt. Es gelang aber! Da kam der Regisseur zu mir und sagte: "Du bist wirklich hässlich, wenn du weinst. Das willst du doch nicht, oder?" Das war für mich eine krasse Grenzüberschreitung.

teleschau: Sie haben sich nicht verteidigt?

Klebow: In diesem Moment versuchte ich, es wegzulächeln. Häufig konnte ich nicht einmal in Worte fassen, warum mich etwas so sehr verletzt hat. Wir Frauen werden in solchen Situationen oft überfahren. Ich habe genug Beleidigungen und Untergriffigkeiten erlebt, die als normal galten. Sich dagegenzustellen, ist schwer. Beispielsweise hieß es, eine Polizistin könne nicht so geschminkt sein, dabei habe ich in der Polizeiakademie viele stark geschminkte Frauen gesehen. Wem obliegt es zu beurteilen, ob eine Frau geschminkt ist, oder nicht? Vielleicht ist das gar nicht so blöd, denn dann sind die männlichen Täter wenigstens damit beschäftigt, uns blöd anzustarren.

teleschau: Das hört sich nach einem weiteren Klischee an.

Klebow: Nein, ich will damit einfach nur sagen: Die Optik sagt null über die Kompetenz einer Frau aus. Und keine Frau sollte sich ein vermeintliches Schönheitsideal aufzwingen lassen – egal ob sie kurviger ist oder mehr Make-up trägt.

"Dialekte haben oft den besten Humor"

teleschau: Seit 2005 spielen Sie eine starke Frauenrolle, die sich gegen eben diese Stigmata wehrt: "SOKO Wien" ist die einzige "SOKO" mit einer Wasserschutzpolizei. Gerieten Sie dabei schon einmal an Ihre Grenzen?

Klebow: Ja, ich durfte für die Dreharbeiten einen Tauchschein machen und lernte, wie man Luft ablässt, um zu sinken. Ein Dreh war besonders heftig – meine Figur wurde angeschossen und fiel in die Donau. Die Nahaufnahme des Sinkens entstand im Sportbecken. Wegen der vielen Kleidung hatte ich so viel Auftrieb, dass man mir Blei in die Gesäßtaschen steckte. Ich sank leblos am Kamerafenster vorbei – aber die Gewichte waren so schwer, dass ich nicht mehr hochkam. Ich hatte gerade ein Kind bekommen und dachte nur: "Um Gottes Willen, ich muss zu meinem Kind."

teleschau: Wie gefährlich ist so eine Situation wirklich?

Klebow: Es sind immer Fachkräfte am Set, die eingreifen können, wenn es brenzlig wird. Ein sehr attraktiver Feuerwehrtaucher sprang ins Wasser, um mich zu retten – da wurde ich ein bisschen beneidet (lacht). Aber Wasser ist eine Naturgewalt. Ich habe großen Respekt davor, gerade bei Bootsfahrten oder Sturm. Wer beispielsweise mal in Bruchwasser geraten ist, weiß, wie gewaltig und erschreckend das sein kann.

teleschau: "SOKO Wien" ist seit Jahren erfolgreich – Kritiker bemängeln jedoch gelegentlich die formelhafte Struktur klassischer Krimiserien. Was sagen Sie dazu?

Klebow: Ich finde, jeder sollte sich sein eigenes Urteil bilden – die Einschätzung eines Kritikers ist auch nur die Meinung eines Menschen. Gute Krimis sind so beliebt, weil am Ende meist das Gute siegt. Genau das spricht viele an: Menschen, die für das Richtige kämpfen. Bei der "SOKO Wien" kommt dann noch das Gesamtpaket dazu – die Donau, die Schiffe, interessante Locations, die Spannung und die Faszination fürs Wasser. Außerdem punkten wir mit unserem Humor.

teleschau: Der auf Österreichisch immer ganz besonders rüberkommt, oder?

Klebow: Ja, genau – wie auch im Bayerischen. Dialekte haben oft den besten Humor, weil man damit Geschichten auf eine andere Art erzählen kann. Sicherlich ist es auch ein Teil österreichischer Menschlichkeit, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Das ist einfach sympathisch.

"Stand-up-Comedy würde mich sehr reizen, denn Improvisation liebe ich"

teleschau: Wie verhindern Sie, dass aus Vertrautheit Bequemlichkeit wird – gerade bei einer Rolle, die Sie über so viele Jahre hinweg spielen?

Klebow: Ich bin sehr neugierig, und mir wird selbst nach so langer Zeit in dieser Rolle nicht langweilig. Anfangs waren Penny und ich uns ähnlich: Wir waren jung, unsicher und aufgeregt. Dann wurde ich Mutter und fragte mich: Würde eine Polizistin mit Kind ihr Leben riskieren? Solche Fragen sind spannend, gerade wenn man älter wird und anders mit Gefahren umgeht. Penny handelt heute oft ganz anders als ich. Sie kennt keine Grenzen und ist auch mal ungerecht, was sie so reizvoll macht. Ich genoss es, die Figur im Laufe der Jahre in diese Richtung zu entwickeln. Es war ein Kampf um diese Rolle und ihre Körperlichkeit, weg von Minirock und Stöckelschuhen hin zu Mut, Kampfgeist und ihrem Starken Willen, die Welt zum Besseren zu verändern.

teleschau: Gab es dennoch Momente, in denen Sie Penny den Rücken kehren wollten?

Klebow: Ja, gerade am Anfang hatte ich Zweifel, ob beides gleichzeitig möglich ist. Ich drehte damals "Stadt, Land, Mord" in Bayern. Aber Penny ist eine tolle Figur. Was ich alles spielen durfte, ist unglaublich: Action, Gesang, Tanz, starke Szenen mit spannenden Kollegen. Diese Vielfalt und meine Dankbarkeit überwiegen total. Neue Herausforderungen suche ich jetzt woanders: Ich moderiere beispielsweise "Alles Opernball" im ORF und genieße mein Format "Berg- und Talfahrt" auf Servus TV mit tollen Gästen wie Thomas D., Reinhold Messner und Christian Tramitz. Ich bin der Rolle treu geblieben, und suche Neues einfach außerhalb.

teleschau: Gibt es dennoch etwas, das Sie noch unbedingt machen wollen?

Klebow: Comedy wäre genau mein Ding. Ich fand das ZDF-Format "Alphamännchen" mit Serkan Kaya großartig, und es wäre toll, an so etwas mitzuwirken. Auch Stand-up-Comedy würde mich sehr reizen, denn Improvisation liebe ich. Ich ging im Winter mit meinem Partner Gernot Haas immer auf Kabarett Tournee. Außerdem hätte ich große Lust, selbst eine Serie zu schreiben und die Hauptfigur gemeinsam mit tollen Kollegen umzusetzen.

"Dankbarkeit für das, was man ist, kommt oft zu kurz"

teleschau: Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich mit auf den Weg geben, wenn Sie die Chance dazu hätten?

Klebow: Ich hätte mir gesagt: "Sei nicht so unsicher! Du bist gut, wie du bist." Ich hatte oft das Gefühl, nicht gut genug zu sein, war hart zu mir selbst, obwohl ich viel an mir gearbeitet habe. Damals hätte ich mehr Flügel und weniger Blei an den Füßen gebraucht. Ich kenne kaum eine Frau, die sagt, sie sei rundum zufrieden mit sich. Dankbarkeit für das, was man ist, kommt oft zu kurz – auch bei mir, denn die Unsicherheit machte mich oft blind für das Gute.

teleschau: Mit welchem Gefühl starten Sie nun in das neue Jahr?

Klebow: Mein Neujahrsvorsatz ist, dass wir ein Jahr voller Liebe und Lachen haben. Ich habe es meiner im Juli verstorbenen Oma versprochen. Ich denke oft an sie. Ich bin dankbar für jedes Jahr, das ich noch mit ihr verbringen durfte.

TELESCHAU

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