Die erste Staffel "Crooks" landete im April 2024 innerhalb kürzester Zeit auf Platz eins der deutschen und österreichischen Netflix-Charts und wurde mit dem Blauen Panther und der Romy ausgezeichnet sowie für den Deutschen Filmpreis und den Bambi nominiert. Für das Drehbuch von Staffel zwei der Gangster-Serie zeichnen erneut Regisseur und Showrunner Marvin Kren sowie Georg Lippert und Benjamin Hessler verantwortlich, produziert haben wieder Quirin Berg und Max Wiedemann. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.
"Crooks", Staffel zwei – Netflix
Zwei Jahre hatten Charly (Frederick Lau) und Joseph (Christoph F. Krutzler) Zeit zum Durchatmen. Doch nun geraten der ehemalige Safeknacker und der uneheliche Sohn eines Wiener Unterweltbosses erneut ins Zentrum einer blutigen, actiongeladenen Jagd, die diesmal von Deutschland und Österreich bis nach Bangkok führt. Die sechsteilige zweite Staffel von "Crooks" ist ab Dienstag, 14. April, bei Netflix abrufbar.
Auch diesmal ist die Wurzel allen Übels die kleine Münze, die schon zuvor für Chaos und Blutvergießen sorgte. Im Finale der ersten Staffel wollte Polizistin Nina (Maya Unger) mit ihr den russischen Paten Arkadij Zakejew (Mark Ivanir) in eine Falle locken und den Tod ihres Vaters rächen. Am Ende war Nina tot, Zakejew schwer verletzt – und die Münze in Josephs Besitz. Charly, seine Frau Samira (Svenja Jung) und Sohn Jonas (Jonathan Tittel) konnten der Mafia in Marseille entkommen und nach Berlin zurückkehren.
Seitdem ist Joseph in Bangkok untergetaucht, während Charly und Samira sich zwar getrennt haben, aber ein ruhiges Leben führen. Doch dann taucht erneut Polizist Henning (Jan Georg Schütte) auf und erpresst Charly: Wenn er ihm nicht die Münze bringt, landen er und Samira im Gefängnis. Doch während Charly im Flugzeug sitzt, gerät Joseph in Bangkok in eine Schlägerei mit der Gang des Niederländers Kees (Raymond Thiry) und verliert dabei die Münze. Als Charly und Joseph versuchen, sie von Kees zurückzuklauen, ahnen sie nicht, dass in Wahrheit der Österreicher Mückerl (Florian Carove) sie hat. Und so nimmt das Chaos seinen Lauf.
Von allen Seiten tauchen in Staffel zwei weitere neue Gegner auf. Gleichzeitig stehen zwei alte Bekannte wieder von den Toten auf: Rio (Lukas Watzl) und Zwanzger (Georg Friedrich), die wohl trotteligsten Gangster Wiens – und die lustigsten. "Crooks" bleibt eine Serie, auf die man sich bewusst einlassen muss: schrill, laut, verrückt und mitunter ganz schön unübersichtlich, zugleich aber mit einem unwiderstehlichen Sog.
"Only Margo" – Apple TV
Margo (Elle Fanning) kann nicht behaupten, sie sei nicht gewarnt worden. Ungeplant schwanger zu werden und in einer mittelgroßen Stadt in Kalifornien ein Baby allein großziehen zu müssen, ist eine echte Herausforderung: Die großartige Apple TV-Serie "Only Margo" begleitet Margo ab dem 15. April auf einer so schmerzhaften wie humorvollen Reise durch ein Leben, das sich radikal neu ordnet. Margo bleibt gar nichts anderes übrig, als "der Versuch, der Realität zu entfliehen, indem man sie umschreibt".
Vor allem die Sache mit der Finanzierung ist für eine Studienabbrecherin und Single Mom nicht so einfach. Einen Ausweg könnte OnlyFans bieten: Mit ihrer lebhaften Fantasie und ihrer Liebe zum Schreiben kann man sich doch dafür bezahlen lassen, die Penisse von Fans als Pokémon-Figuren zu beschreiben, oder? Aus dem Experiment wird schnell mehr. Margo entwickelt eine Online- Persona, verdient Geld und ringt mit Vorurteilen gegenüber Sexarbeit.
Genau hier zeigt die auf dem Roman "Margo's Got Money Troubles" von Rufi Thorpe basierende Serie ihre große Stärke: Sie betrachtet Margos Entscheidungen differenziert, ohne sie zu verurteilen. Überhaupt hat "Only Margo" (mit Nicole Kidman, Greg Kinnear und Nick Offerman in umwerfenden Nebenrollen) keine Scheu vor komplexen Themen: So ist die Beziehung von Margo zu ihrer Mutter Shyanne, von Michelle Pfeiffer im hautengen Leoparden-Look ohne falsche Zurückhaltung, aber nuancenreich gespielt, so rau und widersprüchlich wie zutiefst berührend. Und weil die Serie dabei nahe genug an der Realität bleibt, ohne sich daran festzukrallen, ist sie auch überraschend witzig.
"Euphoria", Staffel drei – HBO Max/WOW
Schon als Jugendliche avancierte Zendaya dank Rollen in Teenieserien zum Disney-Darling. Doch dann folgte ein radikaler Imagewandel – nicht zuletzt dank ihrer Rolle im HBO-Serienmeisterwerk "Euphoria". Ohne Kompromisse und mit einer beeindruckenden Emotionalität verkörpert sie die drogensüchtige Rue – ein echtes Serien-Erlebnis, das nun, nach vier Jahren Wartezeit, am 13. April mit neuen Folgen bei HBO Max und WOW in die dritte Staffel geht.
Fünf Jahre nach der Highschool lebt Rue in Mexiko, wo sie sich mit kleinen Jobs über Wasser hält. Eines Tages wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, als die Drogendealerin Laurie (Martha Kelly) vor ihr steht und ihre Schulden eintreiben will. Cassie und Nate, gespielt von Sydney Sweeney und Jacob Elordi, die wie Zendaya seit Serienstart mittlerweile zu Hollywoodstars avanciert sind, haben sich verlobt, doch in ihrer Beziehung kriselt es.
Ebenfalls in den neuen Folgen dabei sind Hunter Schafer als Jules, die nun Kunst studiert, sowie Maude Apatow und Alexa Demie als Lexi und Maddy, die sich in Hollywood durchschlagen. In weiteren Rollen sind unter anderen der kürzlich verstorbene Eric Dane, Toby Wallace, Colman Domingo und mehr erneut zu sehen.
Jacob Elordi sagte in einem Interview mit Variety über Serienschöpfer Sam Levinson und die nun startende dritte Staffel: "Er hat etwas unglaublich Raffiniertes und filmisch Anspruchsvolles geschaffen. Ich bin überzeugt, dass das Publikum begeistert sein wird."
"Balls Up" – Prime Video
Eigentlich wollten Elijah (Paul Walter Hauser) und Brad (Mark Wahlberg) nur eine wilde Party in Brasilien feiern. Doch ehe sich die beiden versehen, finden sie sich im Prime-Video-Film "Balls Up" (ab Mittwoch, 15. April) im Mittelpunkt eines internationalen Skandals wieder – gefährliche Kriminelle inklusive.
Alles beginnt mit einer waghalsigen, aber am Ende doch sehr lukrativen Idee von Produktentwickler Elijah: Der Balls Up ist ein Kondom, das das gesamte männliche Geschlechtsteil inklusive der Hoden einhüllt. Dem talentierten Verkäufer Brad gelingt es tatsächlich, das das Prdukt vom brasilianischen Fußballverein als offizieller Sponsor der Weltmeisterschaft bestimmt wird. Der Balls Up wird ein Erfolg und Elijah und Brad dürfen zum WM-Finale nach Brasilien reisen. Im Stadion kommt es dann jedoch zu einem Zwischenfall: Verärgert über ein Maskottchen stürmt Elijah das Spielfeld, Brad will ihn stoppen, verhindert stattdessen aber versehentlich den alles entscheidenden Treffer der brasilianischen Fußballmannschaft. Der WM-Titel für Brasilien ist dahin und die ganze Nation ist sauer auf die beiden amerikanischen Verhinderer. Ehe sich die beiden Männer versehen, werden sie quer durchs Land gejagt ...
"Balls Up" ist eine völlig absurde Komödie unter Regie von Peter Farrelly: Gemeinsam mit seinem Bruder Bobby Farrelly inszenierte der heute 69-Jährige bereits die Komödie "Dumm und dümmer" (1994). Außerdem gewann er den 2019 für "Green Book" den Oscar für den besten Film.