Punkte und Bußgeld Doppelt so hohe Bußen: Experten fordern höhere Strafen für Handy am Steuer

Bei der Nutzung eines Handys am Steuer könnten in Zukunft höhere Strafen drohen.
Bei der Nutzung eines Handys am Steuer könnten in Zukunft höhere Strafen drohen.
© iStock/bernardbodo
Verkehrsunfälle in Folge von Handykonsum am Steuer sind laut Experten ein unterschätztes Risiko. Deswegen wird nun die Forderung nach verschärften Strafen laut. Eine Expertentagung fordert nun eine Verdopplung der bisherigen Bußgelder.

Der Griff zum Handy am Steuer soll teurer werden. Auf diese Forderung verständigten sich laut Informationen der dpa die Expertinnen und Experten des Vekehrsgerichtstag in Goslar. Konkret fordern die Teilnehmenden der Fachtagung, dass bei einer Zuwiderhandlung zwei Punkte im Fahreigenungsregister in Flensburg hinterlegt werden sollen. Zudem plädieren sie für eine Erhöhung des Bußgelds von bisher 100 Euro auf 250 Euro.

Die Ablenkung durch Handys und andere elektronische Geräte während der Fahrt sei noch immer ein unterschätztes Unfallrisiko, begründen die Fachleute ihre Forderung. Auch die Handynutzung während des Radfahrens sollte höher bestraft und die Promillegrenze fürs Fahrradfahrende gesenkt werden. Die Empfehlungen der Fachleute haben Gewicht, in der Vergangenheit fanden diese immer wieder Anklang in der Politik.

Auch Radfahrer sollten stärker bestraft werden

Für sinnvoll erachten die Fachleute zudem den Einsatz sogenannter Handy-Blitzer. Der Weg bis zu einer flächendeckenden Verbreitung solcher Kontrollen ist indes noch. Bis dato ist erst ein solches Gerät in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Für die bundesweite Nutzung fehlt es noch an gesetzlichen Grundlagen.

Da auch Radfahrende durch das Handy abgelenkt werden, forderten die Expertinnen und Experten, für solche Vergehen die Strafe auf einen Punkt anzuheben. Bislang werden laut Bußgeldkatalog 55 Euro für das Telefonieren mit dem Handy auf dem Fahrrad fällig. Eine weitere Empfehlung lautetet, die Promillegrenze für Radfahrende von 1,6 Promille auf 1,1 Promille zu senken. Wer mehr im Blut hat, soll dafür mit einem Punkt in Flensburg und einem Bußgeld in Höhe von 250 Euro bestraft werden.

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