Ein Jahr nach Beginn der zweiten US-Präsidentschaft Donald Trumps blickt der Film "Thilo Mischke. Trump – The greatest Realityshow" vor Ort auf die Veränderungen in den USA. Der preisgekrönte Reporter trifft Anhänger und Kritiker des Präsidenten und seiner MAGA-Bewegung. Dabei begegnet er selbst "schwierigen" Gesprächspartnern gewohnt auf Augenhöhe. Thilo Mischkes Reiseroute führt von New York über Washington D.C. nach Los Angeles, Greenville in South Carolina, Memphis und Florida. Er begutachtet vermummte ICE-Beamte in der New Yorker Einwanderungsbehörde an der Federal Plaza, er trifft einen begnadigten Proud Boy, der beim Sturm auf das Capitol beteiligt war und ein nettes MAGA-Supporter-Pärchen aus einer Südstaaten-Provinz. Die Frage lautet: Wie blicken die Trump-Unterstützer auf "ihren" Präsidenten und sein "neues" Land?
Mischke besucht aber auch Kritiker. Eine amerikanische Faschismus-Forscherin sagt, nach dem Beginn eines staatlichen System-Umbaus, wie ihn Trump im Januar 2025 begonnen hat, blieben zwölf bis 18 Monate Zeit, um eine Demokratie noch zu retten. Danach sei die Staatsform verloren. Die anstehenden Midterm-Wahlen seien also wohl die letzte Chance für die US-Demokratie. Mischke läuft oder fährt mit Aktivisten durch amerikanische Großstädte wie Los Angeles oder Memphis. Sie dokumentierten oder warnen vor Einsätzen der Nationalgarde und von ICE gegen die Bevölkerung. Gerade Schulen in Vierteln, in denen viele Migranten leben, sind mittlerweile "Hochrisikogebiet". Jeder Spielplatzbesuch kann mit der Deportation enden.
Eine Aktivistin gegen Trump in Florida hat bereits die Betten ihrer Kinder von den Fenstern weggerückt – aus Angst vor Anschlägen auf ihr Haus. Mit einem Mann indigener Abstammung läuft der deutsche Journalist durch die Sümpfe Floridas in Richtung "Alligator Alcatraz". Die berüchtigte Haft- und Abschiebeeinrichtung für Migranten in Südflorida wurde auf heiligem Stammesgebiet der Vorfahren des Mannes errichtet.
Mischke, Zervakis, Jenke: Weitere große Reportage-Montage folgen
Im Anschluss an die Mischke-Reportage folgt um 22.30 Uhr mit "UNCOVERED. Arm unter Reichen: Obdachlos in der Großstadt" ein zweiter Mischke-Film, der in 70 Minuten allerdings erst eine von insgesamt vier Folgen darstellt. ProSieben kündigt weitere gesellschaftlich relevante, lange Dokumentar-Abende an. Bereits am Montag, 9. März, 20.15 Uhr, folgt der Film "Jenke. Crime. Im Schattenreich der chinesischen Triaden".
Eine Woche später kümmert sich Linda Zervakis um "Made in Germany – zurück an die Weltspitze?" (16. März, 20.15 Uhr). Und auch Mischke darf noch einmal ran: "Thilo Mischke. Das Geschäft mit dem Coaching – zwischen Motivation und Manipulation" ist am 23. März, 20.15 Uhr, der zweite große Reportage-Abend des Power-Weltreisenden aus Berlin.
Thilo Mischke. Trump – The greatest Realityshow – Mo. 02.03. – ProSieben: 20.15 Uhr