Ende letzten Jahres wurde in Australien und Neuseeland in Kinder-Spielsand Asbest nachgewiesen. Anfang 2026 wurde auch in den Niederlanden und in Belgien der Gefahrstoff in Kinder-Spielsand entdeckt. In Belgien gab es deshalb vorsorgliche Produktrückrufe. Im Zuge dessen riet die Verbraucherzentrale NRW dazu, Kinder-Spielsand nicht mehr zu verwenden.
Aktuell werden Spielfiguren der Marke Stretcherz zurückgerufen, die bei dem Discounter Woolworth, bei Smyths Toys und bei der Kaufhauskette TK Maxx verkauft wurden, weil der Sand in den Figuren Asbest enthalten könnte. Jetzt wird auch der erste Spielsand für Kinder in Deutschland zurückgerufen. Der Hersteller HEMA GmbH & Co. KG ruft HEMA Spiel- und Bastelsand zurück, weil in mindestens einem Produkt Asbest nachgewiesen wurde.
Asbest-Sand stammt aus China
Bei den international möglicherweise mit Asbest verunreinigten Kinder-Spielsand-Produkten handelt es sich um Produkte wie etwa kinetischen Sand, sogenannten "Rainbow Sand", bunten Bastelsand oder auch Montessori-Sandspieltische. Sand für Sandspielkästen ist nicht betroffen.
Die Verunreinigung mit Asbest in Spielsand-Produkten ist offenbar auf Sand aus China zurückzuführen. Dieser wird dort in Gruben abgebaut, in denen Asbest natürlich vorkommen kann. Asbest kann beim Einatmen krebserregend sein.
Diese Spielsand-Produkte werden jetzt in Deutschland zurückgerufen
Die HEMA GmbH & Co. KG bittet darum, folgende Produkte nicht mehr zu verwenden:
- HEMA Spiel- und Bastelsand mit den Artikelnummern: 15.90.0101, 15.90.0102, 15.90.0035, 15.92.0121, 15.92.0122
Der Sand kann in einer HEMA-Filiale zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird auch ohne die Vorlage eines Kassenbons erstattet.
Das sollten Eltern jetzt tun
Da der verunreinigte Sand aus China von vielen Herstellern in zahlreichen unterschiedlichen Produkten verwendet wurde, lässt sich bislang kaum absehen, welche Spielsand-Produkte davon betroffen sind und welche nicht. Die Verbraucherzentrale NRW rät Eltern dazu, Spielsand vorsorglich nicht mehr zu verwenden, egal ob Erwachsene oder Kinder.
Außerdem sollten Eltern laut Verbraucherzentrale:
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den Staub, der durch den Sand womöglich entsteht, nicht einzuatmen
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noch verschlossene Produkte nicht öffnen
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Sand, der bereits genutzt wurde, mit FFP2-Maske, Schutzbrille und Putzhandschuhen mit einer Sprühflasche gefüllt mit Wasser und einem Tropfen Spülmittel befeuchten. So wird der Staub gebunden. Danach mit einem feuchten Lappen aufwischen
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das Thema in den kommenden Wochen verfolgen und bei Unsicherheit beim Hersteller nachfragen