Wiedersehen mit dem Batschkapp-Träger, der zur Kultfigur wurde: In "Dod – Das Leben ist das Ende" reaktiviert Gerd Dudenhöffer seine legendäre Rolle als Heinz Becker einmal mehr. Und jetzt kann man ihm beim Altern zusehen.
Nach dem Tod seiner Hilde sitzt der beliebte Nörgel-Philosoph einsam in seiner Küche und reflektiert über die neuen Herausforderungen des Lebens. "Das wird jetzt komplizierter, denn wer stellt jetzt das Bier in den Kühlschrank und legt samstags eine frische Unterhose bereit?" So beschreibt Dudenhöffer die innere Zerrissenheit seines Charakters – und die Nöte des unfreiwilligen Alleinlebens.
Zwischen Melancholie und Hoffnung
Die Aufzeichnung seines Solo-Bühnenprogramms fand im Theater Bensheim statt. Es überzeugt mit Tiefe, Melancholie – und Hoffnungsfunken. Dudenhöffer, der seit 1977 als Kabarettist aktiv ist, hat mit seiner Kunstfigur Heinz Becker schon seit vielen Jahren einen festen Platz in der deutschen Fernsehlandschaft erobert. Der gebürtige Saarländer studierte einst Grafikdesign in München, bevor er sich ganz dem Kabarett widmete. 1984 übernahm er die Co-Moderation in der TV-Talkshow "So isses" an der Seite von Jürgen von der Lippe.
Ein Jahr später feierte er mit seinem ersten Soloauftritt als Heinz Becker Premiere. Diese Figur wurde schnell zu seinem Markenzeichen und führte zur erfolgreichen Fernsehserie "Familie Heinz Becker", die von 1991 bis 2004 in sieben Staffeln ausgestrahlt wurde. Dudenhöffer war nicht nur der Autor aller Folgen, sondern verkörperte auch die Hauptfigur. Zusätzlich erlangte er mit dem Kinofilm "Tach, Herr Dokter! – Der Heinz-Becker-Film" im Jahr 1999 weitere Popularität.
Dod – Das Leben ist das Ende – Do. 26.02. – ARD: 23.35 Uhr