"Der Exorzist: Bekenntnis"
Neue Teufelsaustreibung mit alten Bekannten

  • von Jonas Decker
"Der Exorzist: Bekenntnis" (Bild) knüpft inhaltlich direkt an den Horror-Klassiker "Der Exorzist" von 1973 an.
"Der Exorzist: Bekenntnis" (Bild) knüpft inhaltlich direkt an den Horror-Klassiker "Der Exorzist" von 1973 an.
© 2023 Universal Studios/SAT.1
"Der Exorzist" gilt als einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. Im Sequel "Der Exorzist: Bekenntnis", das SAT.1 zu später Stunde als Free-TV-Premiere zeigt, wird die Geschichte weitererzählt.

Begeisterte Kritiken, ein entsetztes Publikum, Rekorde an den Kinokassen und insgesamt zehn Oscar-Nominierungen: "Der Exorzist" (1973) gilt bis heute als einer der besten Gruselfilme, die je gedreht wurden. Ein "Psychoschocker" zwischen Angst und Schrecken, heißt es im "Lexikon des internationalen Films", ein "perfekt inszenierter Horrorfilm". Zwei Fortsetzungen gab es in der Vergangenheit bereits, 1977 und 1990. Deren Ereignisse werden nun aber weggewischt von einem neuen Sequel, das inhaltlich direkt an das große Meisterwerk von 1973 anknüpft. Für "Der Exorzist: Bekenntnis", jetzt als Free-TV-Premiere im späten Abendprogramm von SAT.1, kehren auch Teile der Original-Besetzung von damals zurück.

Ein liebenswertes junges Mädchen, das sich in ein Gift und Galle spuckendes Monster verwandelt, unheimlich über dem Bett schwebt und Priester beschimpft: Wie die kleine Regan (Linda Blair) damals in "Der Exorzist" mit dem Teufel rang, wird wohl niemand, der den Film gesehen hat, je wieder vergessen. Die neue Produktion unterstützte Linda Blair vor allem als Beraterin hinter der Kamera, einen kleinen Auftritt im Film gibt es aber auch, worüber sich sicher viele Fans des Originals freuen werden. Zudem ist auch Oscar-Gewinnerin Ellen Burstyn wieder dabei – sie spielte vor 53 Jahren Regans Mutter.

Neuer "Exorzist"-Film auf dem Weg

Der 2023 verstorbene Regisseur William Friedkin inszenierte "Der Exorzist" damals nach einem Drehbuch von William Peter Blatty, der auch die Romanvorlage geschrieben hatte. Die kreativen Köpfe bei "Der Exorzist: Bekenntnis" heißen nun David Gordon Green (Regie, Drehbuch) und Peter Sattler (Drehbuch). Und die Geschichte dieses Sequels geht so: Zwei junge Mädchen verschwinden für mehrere Tage im Wald, kehren dann – abgesehen von ein paar Schürfwunden – scheinbar unversehrt wieder zurück. Aber irgendetwas stimmt nicht. Nach ihrer Heimkehr verhalten sich sowohl Angela (Lidya Jewett) als auch Katherine (Olivia O'Neill) extrem auffällig.

Zunächst kann sich niemand wirklich erklären, was mit den beiden Freundinnen passiert ist, und sie selbst erinnern sich an nichts. Aber eines wird bald klar: "Wohin die Mädchen auch gegangen sind, sie haben etwas mit zurückgebracht." Etwas Böses, klar, etwas Dämonisches. Auf der Suche nach Hilfe wendet sich Angelas alleinerziehender Vater Victor (Leslie Odom Jr.) schließlich an jemanden, der schon einmal Ähnliches durchlebt hat: Chris MacNeil (Ellen Burstyn). Kann sie dem Spuk ein Ende setzen?

Unabhängig davon, wie die Sache für Victor, Angela, Katherine und Chris ausgeht: Freunde dämonischer Grusel-Unterhaltung dürfen sich bereits auf die nächste Teufelsaustreibung freuen. Ursprünglich sollte "Der Exorzist: Bekenntnis" Teil einer neuen Trilogie sein, aufgrund der durchwachsenen Kritiken und des enttäuschenden Einspielergebnisses an den Kinokassen wurden diese Pläne jedoch wieder verworfen. Stattdessen wurde aber ein ganz neuer, für sich stehender "Exorzist"-Film in Auftrag gegeben, der 2027 in den Kinos starten soll. Als Regisseur und Autor für das neue Projekt wurde Mike Flanagan ("The Life of Chuck", "Doctor Sleep") verpflichtet.

Der Exorzist: Bekenntnis – So. 12.04. – SAT.1: 22.55 Uhr

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