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ASeitzinger

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Hat der Physiker Harald Lesch recht, wenn er batteriebetriebene E-Auto zerlegt und für die Brennstoffzelle plädiert?

Skorti, bitte sag mir, dass Dein Frage ironisch gemeint war... Warum sollte eine Millionen Autos am Tag schnell geladen werden zur gleichen Zeit?Ich fahre ja selber ein Elektroauto und für mich der Riesen Vorteil ist, dass ich es anstecke und wenn ich dann fahren will ist es voll. Wie oft muss man wohl ein Auto mit einer Reichweite von vierhundert Kilometern aufladen? Setzt man die durchschnittliche Fahrleistung an, muss man es etwa einmal in der Woche tun. Es gibt überall genügend Ladesäulen, an denen man das Auto mit einer Normalladung aufladen kann. Und meinst du nicht, es ist einfacher, normale Ladestationen bzw WallBoxen an den regelmäßig genutzten Parkplätzen zu installieren? Wenn ich in die Arbeit fahre und mein Auto ist leer, stecke ich es an. Wenn ich dann abends wieder heimfahren will, ist es voll. Ich muss ja nicht daneben stehen und zuschauen. Und was noch eine sehr angenehme Sache ist, der vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Anschluss sowie der Strom sind steuerfrei.

Hat der Physiker Harald Lesch recht, wenn er batteriebetriebene E-Auto zerlegt und für die Brennstoffzelle plädiert?

Das Problem heutzutage ist, dass man keinem mehr wirklich glauben kann, denn man weiß nie, wer welcher Lobby angehört. So viel zu dem Lithium. Zu dem Leistungsbedarf hätte der Physiker lieber mal nichts gesagt, anstatt sich hier so zu blamieren. Die Annahme mit den 350 Gigawatt würde bedeuten das eine Million Autos gleichzeitig an 350 Kilowatt Schnellladern aufladen. Das passiert natürlich nie. Schnelllader in dieser Stärke gibt es nicht viele, und ob es jemals eine Million davon gibt, ist die große Frage. und natürlich gehen nicht eine Millionen Autofahrer gleichzeitig an Schnelllader. Wo das ARD die Zahlen mit dem 17 Tonnen CO2 her hat, weiß ich nicht. Es gab da mal die schwedische Studie, die längst widerlegt ist. Außerdem sind eine Reihe weiterer Batterien Chemien in Entwicklung. Lithium ist möglicherweise nur ein vorübergehend eingesetzter Werkstoff. Wenn es gelingt, eine auf Aluminium basierende Batterie Chemie zu etablieren, dann hat man einen Batterie Werkstoff, der in großer Menge auf der ganzen Welt verfügbar ist. Das Schöne ist natürlich, dass man die ausgebaute Infrastruktur dann weiter nutzt. Mal so zu den Größenordnungen, ein Elektroauto braucht in etwa 15 bis 25 Kilowattstunden Strom für 100 km. Da die durchschnittliche Fahrleistung am Tag etwa 50 km beträgt, kommt man mit 10 Kilowattstunden aus. Die Leistung von Wallboxen liegt üblicherweise bei 11 Kilowatt. Das ist ein Wert, den jeder Hausanschluss verkraftet. Jeder Durchlauferhitzer braucht mehr Strom. Klar ist ein Lastmanagement sinnvoll, vor allen Dingen in Tiefgaragen, wo sich im Prinzip zehn Autos einen Stromanschluss teilen können, denn sie müssen ja nicht gleichzeitig laden. Wichtig ist es nur, dass am nächsten Morgen die Autos alle wieder voll sind. Auch während das Auto in der Arbeit auf dem Parkplatz steht, kann es geladen werden. Und das Schöne daran ist, die Firma darf den Strom steuerfrei abgeben.