Artemis86

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Pensionsansprüche Ex-Polizist?

Ein Beamter muss für den Verlust seines Beamtenstatus entweder eine vorsätzliche Straftat begehen und dabei zu einer Haftstrafe von min. 1 Jahr verurteilt werden, oder er muss eine Tat begehen, die seinem Dienstherrn schadet (Verrat, Korruption, Bestechlichkeit usw.) und die ebenfalls min. 6 Monate Haftstrafen mit sich zieht. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, verliert der Beamte sofort jegliche Bezugs- und Pensionsansprüche. Er bekommt vom Staat, seinem ehemaligen Dienstherren, also keinen müden Cent mehr bis an sein Lebensende. Der Zeitpunkt ist dabei egal. Dafür wird er aber in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert, bekommt aber (da er ja kaum bzw. keine Beiträge eingezahlt hat) nur einen sehr minimalen Satz heraus. Ein Beamter kann nicht einfach "kündigen", er muss eine Entlassung aus seinem Dienstverhältnis beantragen. Wird diesem Antrag zugestimmt, verliert der Beamte ebenfalls jegliche Ansprüche auf Versorgung - Bezüge und Pension sind also ebenfalls futsch. Auch hier wird der Beamte gesetzlich nachversichert. Die letzte Frage beantwortet sich damit von selbst: Kein Beamtenstatus mehr = keine Pension. Wenn in der Zeit eine Straftat begangen wird, hat das mit dem früheren Beamtenstatus nichts mehr zu tun. Insofern lässt sich zusammenfassen, dass der Staat seine Beamten zwar gut versorgt, sie aber umso brutaler abstraft, wenn sie kriminell werden. Darüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man von seinem Dienstherren die Ernennungsurkunde empfängt.