Mehrere Hersteller in der Kritik
Stiftung Warentest: Diese Mogelpackungen sorgen für Ärger bei Verbrauchern

Die Tüte in der Verpackung von Kölln Müsli Banana Bread Style ist etwa bis zur Hälfte gefüllt.
Die Tüte in der Verpackung von Kölln Müsli Banana Bread Style ist etwa bis zur Hälfte gefüllt.
© © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser
Die Stiftung Warentest bemängelt aktuell besonders Mogelpackungen von Markenherstellern, die bei Verbrauchern für Verpackungsärger sorgen. Vor allem die Erklärungen der Hersteller dazu sind in den Augen der Tester nicht immer nachvollziehbar.

Verringert sich der Inhalt eines Lebensmittels bei gleichem oder gar höherem Preis, ist von Shrinkflation die Rede – ein Trick, auf den in der Lebensmittelindustrie häufig zurückgegriffen wird. Für Käufer ist der reduzierte Inhalt nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich – etwa, weil darüber nur unzureichend auf der Verpackung informiert wird. Die Stiftung Warentest erreichen dennoch fortlaufend zahlreiche Beschwerden über Mogelpackungen, die Verbrauchern mehr Inhalt vorgaukeln. Die prominentesten hat die Verbraucherorganisation nun in einer aktuellen Liste zusammengefasst.

Jacobs Espresso Sticks

In der Packung Jacobs Espresso Sticks sind mittlerweile nur noch 20 statt 25 Espresso-Sticks enthalten. Auf der Verpackung ist das auch gut ersichtlich dargestellt. Doch laut Stiftung Warentest kommen die Sticks in einer "fast halb leeren" Packung daher. Die Schachtel suggeriere demnach mehr Inhalt. Die geringere Füllmenge hat Jacobs den Prüferinnen und Prüfern mit gestiegenen Preisen für Rohkaffee erklärt.

Haribo Spaghetti Fizz

Bei den Haribo Spaghetti Fizz monierte eine Verbraucherin gegenüber Stiftung Warentest, dass die Fruchtgummi-Schnüre gerade einmal bis zum Ende des transparenten Teils der Verpackung reichen würden. Knapp ein Viertel der Verpackung würde aus Luft bestehen. Haribo teilte Stiftung Warentest mit, dass der Platz nötig sei, da die frischen Spaghetti etwas länger seien und sich in der Verpackung zusammenziehen würden.

Kölln Hafer-Müsli Banana Bread Style

Eine ähnliche Erklärung bot auch Müslihersteller Kölln für das Produkt Kölln Hafer-Müsli Banana Bread Style. Zuvor hatte ein Verbraucher bemängelt, dass die Tüte in der Verpackung nur halb gefüllt sei. Damit konfrontiert antwortete das Unternehmen, dass sich das Müsli beim Transport in der Packung verdichtet und etwa Zutaten wie Datteln diesen Effekt noch verstärken würden.

Flores Farm Macadamianusskerne

Auch bei den Macadamianusskernen von Flores Farm kaufen Verbraucher offenbar viel Luft. So bemängelte ein Käufer, dass die zugeschweißte Hülle mit den Nüssen in der Verpackung so eingeklemmt sei, dass sie am Fenster am Boden der Verpackung liegen bleibe und nicht durch die zu große Verpackung rutsche. Das Unternehmen erklärte gegenüber Stiftung Warentest, dass die Folienverpackung innerhalb der Packung etwas Spiel benötigte, da sie sonst bei unsachgemäßem Umgang Schaden nehmen könnte. Nachvollziehen konnten die Expertinnen und Experten von Stiftung Warentest das nicht.

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