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Im Alter von 81 Jahren: "Pommes-König" Wallace McCain gestorben

Pommes waren sein Leben: Wallace McCain hat mit dafür gesorgt, dass Tiefkühl-Fritten weltweit populär wurden. Jedes dritte Pommes-Stäbchen auf dem Globus kommt aus der McCain-Schmiede. Der Kanadier war auch als großzügiger Spender bekannt. Er erlag einem Krebsleiden.

Sein Name steht für Pommes frites: Wallace McCain, einer der Gründer des kanadischen Tiefkühlkost-Spezialisten, ist tot. Der 81-Jährige starb, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am Freitag nach einem 14-monatigen Kampf gegen eine Krebserkrankung, wie seine Stiftung am Montag mitteilte.

Die Brüder Wallace und Harrison hatten ihre Firma McCain Foods Limited 1956 gegründet. Zu der Zeit erreichte die Technologie zum Einfrieren von Lebensmitteln den Massenmarkt und die beiden Jungunternehmer versuchten ihr Glück mit Tiefkühl-Pommes. "Wir dachten, wir könnten mit dem Geschäft vielleicht eine Million Dollar machen", schrieb Wallace-McCain später in seinen Erinnerungen.

Es sollte ein viel größerer Erfolg werden: Heute kommt nach Angaben des Konzerns jedes dritte Pommes-Stäbchen weltweit von McCain. Mit mehr als 20.000 Mitarbeitern in 50 Fabriken kommt McCain auf einen Jahresumsatz von sechs Milliarden kanadischen Dollar (4,4 Mrd Euro).

Kunst, Medizin und Wissenschaft gefördert

Das Verhältnis der beiden Brüder entwickelte sich weniger gut, in den 1990er Jahren lieferten sie sich einen öffentlichen Streit. Wallace wollte, dass sein Sohn Michael die Firmenführung übernimmt, wie unter anderem die "New York Times" und "Forbes" in ihren Nachrufen schrieben. Harrison hingegen setzte sich dafür ein, das Unternehmen in die Hand eines externen Managements zu legen.

Wallace zog in dem Streit den Kürzeren: Er behielt zwar ein Drittel an dem Unternehmen und den Vize-Vorsitz im Verwaltungsrat, musste sich aber aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. 1995 kaufte er den Fleischverarbeiter Maple Leaf und machte seinen Sohn zum Chef. Inzwischen ist Maple Leaf der größte Anbieter von eingepacktem Fleisch in Kanada. In der aktuellen Reichen-Liste von "Forbes" kam Wallace McCain mit einem geschätzten Vermögen von 2,3 Milliarden Dollar auf Platz 512.

Zugleich machte sich Wallace McCain als großzügiger Spender einen Namen. Er unterstützte Universitäten, Krankenhäuser, Museen, eine Ballettschule und eine Opern-Truppe. Mit seiner Frau Margaret, mit der er seit 1955 verheiratet war, hatte McCain vier Kinder.

dho/DPA / DPA
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