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Berufsunfähigkeit: Der Staat fördert die doppelte Vorsorge

Eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit ist ähnlich wichtig wie eine private Altersvorsorge. Wer beides miteinander verbindet kann auch noch Fördergelder vom Staat kassieren.

Seit der Staat allen nach 1961 Geborenen im Falle einer Invalidität kaum eine Unterstützung bietet, ist die private Vorsorge gegen Berufsunfähigkeit genauso wichtig geworden wie die Altersvorsorge. Was liegt also näher, als beides miteinander zu verbinden, wenn der Staat diese Vorsorge sogar noch fördert? Sinnvoll ist das vor allem bei einer betrieblichen Altersvorsorge oder einer Vorsorge nach dem Riester- oder Rürup-Modell, die allesamt auf verschiedenen Wegen gefördert werden. Beispiel Rürup-Rente: Bis zu 49 Prozent der Beiträge dürfen in den Schutz gegen Berufsunfähigkeit gesteckt werden. Wird diese Grenze nicht überschritten, sind die Kosten für den Versicherungsschutz entsprechend der gesetzlichen Regelung steuerlich absetzbar. Das erfolgt gestaffelt, beispielsweise für 2005 mit 60 Prozent, für 2006 mit 62 Prozent, bis die Beiträge dann im Jahr 2025 zu 100 Prozent absetzbar sind.

Beiträge aus Rürup-Rente werden besteuert

Grundsätzlich muss für die Zusatzabsicherung ebenfalls die Zahlung einer Rente vorgesehen sein, deren Laufzeit allerdings, wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung üblich, zeitlich befristet sein kann. Es ist darüber hinaus unschädlich, wenn ergänzend oder anstelle der Rente eine Beitragsfreistellung eingeschlossen ist. Allerdings werden die fälligen Renten aus Rürup-Verträgen mit dem Besteuerungsanteil steuerpflichtig, der heute bei 52 Prozent liegt und für jeden neuen Rentnerjahrgang bis 2040 auf 100 Prozent ansteigt.

Auch über die Betriebsrente ist ein Schutz gegen Berufsunfähigkeit möglich. Seit diesem Jahr können bis zu 2520 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei in eine Altersvorsorge oder in einen Invaliditätsschutz fließen. Weitere 1800 Euro können steuerfrei angelegt werden. Der Nachteil: Eine Betriebsrente ist immer voll steuerpflichtig - ob sie nun im Alter gezahlt wird oder wegen Berufsunfähigkeit. Als Ergänzung sollte diese Option auf jeden Fall wahrgenommen werden, um die Steuervorteile und die Sozialversicherungsfreiheit so gut wie möglich auszunutzen.

Den Gesundheitszustand offenbaren

Eine besonders interessante Variante von "Berufsunfähigkeitsschutz light" in manchen Verträgen: Wenn der Job aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben werden muss, sehen einige Policen vor, dass die Versicherung zumindest die Raten für die Altersvorsorge weiterzahlt. So ist zumindest für das Alter eine ausreichende private Vorsorge gesichert. Der Haken an der Sache: Der Antrag läuft in aller Regel über die Personalabteilung des Arbeitgebers, der auch die Antwort auf die notwendigen Gesundheitsfragen zu Gesicht bekommt. Nicht jeder Arbeitnehmer möchte das.

Auch die Riester-Rente könnte theoretisch mit einem Schutz gegen Berufsunfähigkeit versehen werden. Das Problem: Maximal 15 Prozent der Beiträge dürfen für solche Zusatzabsicherungen verwendet werden. Bei einem Mindesteigenbeitrag von 1575 Euro sind das also gerade einmal 236,25 Euro im Jahr. Mit einem solchen Beitrag lässt sich Berufsunfähigkeit kaum sinnvoll versichern. Das dürfte auch der Grund sein, warum bisher kaum Anbieter entsprechende Verträge auf den Markt bringen.

Einige Kombinationen haben nur Nachteile

Während im Rahmen der staatlich geförderten Altersvorsorge eine Kombination aus Rente und Risikoabsicherung also durchaus sinnvoll sein kann, sollten Sparer bei privaten Rentenversicherungen grundsätzlich davon absehen, beides miteinander zu verbinden. Private Kapitallebens- und Rentenversicherungen mit einem angehängten Schutz gegen Berufsunfähigkeit haben eigentlich nur Nachteile. Kann ein Versicherter beispielsweise die Prämien für die Kapital-Versicherung nicht mehr zahlen und muss kündigen, verliert er seinen Berufsunfähigkeitsschutz. Bei einem separaten Vertrag hat er die Option, zumindest den Berufsunfähigkeitsschutz aufrecht zu erhalten.

Oliver Mest/DDP / DDP
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(