Mollig warm mit Bollerofen

13. Februar 2012, 09:28 Uhr

Draußen klirrt die Kälte, auf dem Beifahrersitz glüht der Holzofen. Pascal Prokop hat seinen alten Volvo zur Wärmeinsel umgebaut. Von Gernot Kramper

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Draußen ist es kalt, im alten Volvo von Pascal Prokop ist es aber mollig warm. Als Wärmespende hat der Zürcher einen Holzofen installiert. "Das ist ein ganz normaler Stubenofen", sagte er dem Schweizer Fernsehen. Der Abzug wurde sachgerecht durchs Autodach geführt – der Wagenhimmel mit einer soliden Stahlplatte geschützt.

Auch bei Fahrt zieht der Ofen gut, Prokop hat den Abzug nach hinten abgewinkelt, damit der Fahrtwind nicht in den Ofen schlägt. Warum musste es ausgerechnet ein Holzofen sein? Die eingebaute Heizung reichte dem Besitzer nicht aus. Und eine Standheizung? Sie wäre auch nicht teurer als der Bollerofen gewesen, aber Prokop misstraute der modernen Technik. Zuviel Elektronik für seinen Geschmack. Autarkie ist Prokop wichtig: "Wenn ich müde bin oder zu viel getrunken habe, will ich im Auto schlafen." Wichtig ist nur ausreichend Brennholz im Kofferraum.

Der Schweizer-TÜV war zunächst nicht begeistert von dem Plan, gab dem hartnäckigen Bastler aber nach. Prokop: "Ich habe gesagt, ich mache es genau so, wie sie es verlangen, aber ein "Nein" akzeptiere ich nicht." Inzwischen ist die "Limousine mit Holzofen" offiziell in den Papieren eingetragen. Zum Glück, denn unauffällig ist er nicht. "Angehalten werde ich schon häufig. Ich wusste gar nicht, dass wir soviel Polizisten in der Schweiz haben." Aufpassen musste Prokop nur bei Einfahrten, mit Schornstein war sein Volvo immerhin zwei Meter hoch, bis er das Abzugsrohr stutzte.

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