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Haushaltstipps Ceranfeld reinigen: Die besten Putztipps und welche Fehler man vermeiden sollte

Eine Kanne steht auf einem Ceranfeld
Eingebrannte Flecken nach dem Kochen können hartnäckig sein. So reinigen Sie ihr Ceranfeld 
© Maximilian Schönherr / Picture Alliance
Cerankochfelder sehen nicht nur edel aus, sie gelten auch als besonders energieeffizient. Saubermachen muss man sie natürlich trotzdem. Dabei kann man nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit sparen. Die besten Tipps.

Wo gekocht wird, entstehen Flecken. Das kann selbst der aufmerksamste Koch nicht verhindern. Das einfache "wisch und weg" mag beim Gas- oder Elektroherd noch funktionieren. Bei Cerankochfeldern bekommt man den Schmutz nicht immer so leicht von der Platte. Für alle, die dann nicht gleich die chemische Keule schwingen wollen, gibt es umweltschonende Hausmittel. Wir erklären, wie man die edlen Glaskeramik-Oberflächen richtig pflegt.

Ceranfeld reinigen: Warum tägliche Pflege wichtig ist

Zur alltäglichen Pflege eines Ceranfeldes reicht es, die robuste Glaskeramik hin und wieder mit einem feuchten Lappen oder einem Mikrofasertuch zu abzuwischen. Egal ob beim Kochen etwas danebengegangen ist, sollte der Lappen danach zum Einsatz kommen. So behält das Ceranfeld seinen Glanz. Experten empfehlen das Ceranfeld ab und zu mit Vaseline zu behandeln. Das Fett bringt die Platte nicht nur zum Glänzen, es hat zudem einen imprägnierenden Effekt. Vaseline kann Schmutz vorbeugen oder sie zumindest etwas vermindern. Eine Messerspitze, mit einem Mikrofasertuch auf der Platte verteilt, genügt. Danach sollte das Ceranfeld mit Küchenkrepp gründlich nachpoliert werden. Übrig bleibt ein hauchdünner Film, der die Keramikplatte ideal schützt. Zudem lassen sich mit Vaseline neue Flecken leichter entfernen.

Tipp: Der Vaseline-Effekt entfaltet seine volle Wirkung, wenn das Ceranfeld beim noch ein klein wenig warm ist.

Ceranfeld reinigen: mit natürlichen Hausmitteln

Um das Ceranfeld sauber zu bekommen, muss nicht zwingend zu aggressiven und unter Umständen auch umweltschädlichen, chemischen Reinigern gegriffen werden. Mit ein paar natürlichen Hausmitteln erreicht man häufig das gleiche Resultat. Hier einige Beispiele.

Backpulver

Backpulver ist ein wahrer Tausendsassa im Haushalt. Das darin enthaltene Natron ist nicht nur umweltfreundlich. Es gehört zu den effizientesten Wirkstoffen im Kampf gegen hartnäckigen Schmutz. Dazu ist es günstig und fehlt in kaum einer Küche.

Anwendung: Bevor es losgeht, leert man eine bis zwei Tüten Backpulver in eine Schale und vermischt das Ganze mit Wasser, bis eine dickflüssige Paste entsteht. Nun trägt man die Paste gleichmäßig und vorsichtig, mit einem weichen Tuch oder Lappen, auf das Ceranfeld auf und lässt das Ganze etwa eine Stunde einwirken. Danach kann die Paste mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Damit die Glaskeramikplatte wieder richtig glänzt, sollte sie mit einem Mikrofasertuch trocken poliert werden.

Natron und Essig

Ein nicht weniger beliebtes natürliches Putzmittel ist ein Gemisch aus Natron und Essig. Das Duo ist als absoluter Power-Reiniger bekannt, der selbst starken Schmutz löst. Er sollte aber eher sparsam eingesetzt werden, da er stark säurehaltig ist und die Beschichtung angreifen kann. Reines Natron ist in jeder Drogerie erhältlich. Da Natron ein wesentlicher Bestandteil von Backpulver ist, kann die Allzweckwaffe auch hier eingesetzt werden.

Anwendung: Um den Power-Reiniger herzustellen vermischt man zwei Esslöffel Natron mit etwas Essig und Wasser. Nun sollte die Mischung großzügig und vorsichtig auf die verkrusteten Stellen auf dem Ceranfeld aufgetragen werden. Nach ein paar Minuten Einwirkzeit kann das Ganze nun auch schon wieder mit einem Schwamm abgewaschen werden. Nach Belieben kann man mit einem Mikrofasertuch nachpoliert werden.

Zitronensaft

Zitrone verbreitet nicht nur einen angenehmen Duft, sie eignet sich auch ideal, um speziell Kalkflecken auf dem Ceranfeld zu beseitigen. Die Ceranfeldreinigung mit Zitrone ist nicht nur umweltfreundlich. Man spart zudem Geld und Zeit.

Anwendung: Die Zitrone in Scheiben schneiden und entkernen. Danach die Scheiben über dem Ceranfeld ausdrücken und die verschmutzten Stellen mit dem Saft benetzen. Nach wenigen Minuten mit einem feuchten Tuch oder Lappen abwischen. Nach Belieben kann mit einem Mikrofasertuch nachpoliert werden.

Ceranfeld reinigen: mit chemischen Helfern

Um das Ceranfeld zu pflegen, greifen noch immer viele am liebsten auf chemische Reiniger zurück. Die Auswahl der Produkte, die dafür in Frage kommen, ist immens.

Spülmaschinentabs

Bei fest einbrannten Flecken können profane Spülmaschinentabs helfen. Das ist zwar ausgesprochen aufwändig, dafür kann sich das Ergebnis meist sehen lassen.

Anwendung: Zunächst zerkrümeln man dafür – je nach Grad der Verschmutzung – einen halben oder ganzen Tab in einer Schale. Die Krümel werden mit Wasser zu einer dickflüssigen, cremigen Masse verrührt, die anschließend großzügig auf das Ceranfeld aufgetragen wird. Bei besonders hartnäckigen Verkrustungen und Flecken sollte die Mixtur mehrere Stunden einwirken. Zwischendurch kann man das Ganze hin und wieder mit etwas Wasser befeuchten, damit die Paste immer konstant feucht bleibt. Letztlich wird alles vorsichtig mit einem Papiertuch entfernt. Optional kann das Ceranfeld zum Abschluss nochmal feucht abgewischt und auf Hochglanz nachpoliert werden.

Glasreiniger

Glasreiniger ist perfekt für alle, die wenig Zeit haben. Ceranfelder und Glaskeramik bestehen im Wesentlichen aus Glas. Schon deshalb ist handelsüblicher Glasreiniger ein gutes Mittel der Wahl. Die Wirkstoffe bringen die Platte wieder richtig zum Strahlen.

Anwendung: Der Glasreiniger wird großzügig auf das Ceranfeld aufgesprüht. Je nachdem wie verschmutzt die Platte ist, kann man den Schaum einige Minuten einwirken lassen. Anschließend sollte gleichmäßig mit einem feuchten Tuch darübergewischt werden. Wer auf Hochglanz steht, sollte sie im Nachgang nochmals mit einem Mikrofasertuch nachpolieren.

Backofenspray

Backofenspray gehört zu den aggressiveren Reinigungsmitteln. Wer in Sachen Umweltschutz ein Auge zudrückt, aber, kann mit dem Spray auch auf dem Ceranfeld wahre Wunder bewirken. Durch seine chemische Zusammensetzung, die darauf abzielt, extrem hartnäckige Flecken und starke Verkrustungen im Backofeninnenraum zu lösen, ist das Backofenspray auch für eingebrannte Stellen auf dem Ceranfeld ideal.

Anwendung: Das Backofenspray sollte gemäß der Anleitung auf das Ceranfeld aufgetragen werden. Nach der empfohlenen Einwirkzeit kann der Schaum mit einem Küchentuch abgewischt werden. Um alle Rückstände zu entfernen, kann mit einem feuchten Tuch nachgewischt und mit einem Mikrofasertuch nachpoliert werden.

Ceranfeld reinigen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

  1. Niemals spitze Gegenstände verwenden | Kocht etwas über und brennt sich in das Ceranfeldgehäuse ein, halten es viele noch immer für eine gute Idee, die angebrannten Reste mit einem spitzen Gegenstand von der Glasplatte zu kratzen. Dies sollte man bei einem Ceranfeld unbedingt vermeiden. Spitze Gegenstände wie Messer oder Schaber beschädigen das Ceranfeld. Es lohnt sich deshalb, auf dafür vorgesehene Ceranfeldschaber zurückzugreifen. Diese sind so konstruiert, dass sie beim Schaben keine bleibenden Schäden hinterlassen. Ceranfeldschaber sind günstig und in vielen Einrichtungsläden erhältlich.
    Tipp: Entsteht doch einmal ein Kratzer auf dem Ceranfeld, so kann dieser mit etwas Zahnpasta ausgebessert werden. Dazu kann ein kleiner Klecks Zahnpasta auf den Kratzer gegeben und mit einem Tuch etwas eingearbeitet werden. Bei mehrmaliger Anwendung können leichte Kratzer sehr gut kaschiert werden.
  2. Nicht reinigen, wenn das Ceranfeld noch heiß ist | Brennen sich während des Kochens Lebensmittel auf dem Ceranfeld ein, haben viele den Reflex, sofort zum Lappen, Topfreiniger und Sprühflasche. Dabei riskieren sie allerdings, dass sich neben den Essensresten zusätzlich noch der Reiniger ins heiße Ceranfeld einbrennt. Die Schäden können meist nur mühsam behoben werden. Deshalb ist es wichtig, die Glaskeramik abkühlen zu lassen, bevor man sie putzt. Das abgekühlte Ceranfeld, lässt sich so viel einfacher und vor allem risikofrei reinigen.
  3. Nicht zu lange warten | Nach dem Kochen abzuwarten bis das Ceranfeld abgekühlt ist, ergibt aus den oben genannten Gründen Sinn. Jedoch sollte man mit der Reinigung der Flecken auf dem Ceranfeld auch nicht zu lange warten. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass sich die Flecken nicht mehr vollständig entfernen lassen. Idealerweise sollte die Glaskeramik nach jeder Benutzung gereinigt werden. Im Zweifelsfall sollte auch das Kochen für einige Minuten unterbrochen werden. Kocht man einfach weiter, brennen sich die lästigen Flecken weiter in die Platte ein und lassen sich danach möglicherweise gar nicht mehr entfernen.5 Angewohnheiten, die Ihre Küche dreckiger machen_8.50Uhr
  4. Keine Scheuermilch verwenden | Scheuermilch mag beim Reinigen älterer Herdplatten effektiv sein. Auf einem Cerankochfeld können die Inhaltsstoffe jedoch bleibende Schäden hinterlassen. Scheuermilch ist wegen der aggressiven, chemischen Mixtur nicht für Ceranfelder geeignet und sollte deswegen auf keinen Fall zur Reinigung benutzt werden. Für Ceranfelder gibt es zahlreiche Hausmittel und spezielle Putzmittel, die bedenkenlos verwendet werden können. Auch auf das sonst so vielseitig einsetzbare Spülmittel sollte beim Putzen des Ceranfeldes verzichtet werden. Das greift zwar nicht die Oberfläche an, hinterlässt jedoch oft hässliche Kalkrückstände..

Fazit

Wer zur richtigen Zeit zu den passenden Mitteln greift, wird an seinem Ceranfeld noch viele Jahre Freude haben. Und was noch wichtiger ist: Auf einem sauberen Herd geht das Kochen viel leichter von der Hand.

Quellen: "ao.de", "utopia.de", "brigitte.de", "merkur.de", "gute-haushaltstipps.de",  "hagebau.de"

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