"Schindlers Liste"
Ein Film für die Ewigkeit

  • von Jan Treber
Gemeinsam mit seinem Buchhändler Stern (Ben Kingsley, rechts) will Oskar Schindler (Liam Neeson) das Leben der Juden retten.
Gemeinsam mit seinem Buchhändler Stern (Ben Kingsley, rechts) will Oskar Schindler (Liam Neeson) das Leben der Juden retten.
© Kabel Eins / 1993 Universal City Studios, Inc. and Amblin
"Schindlers Liste" – einer dieser Filme, die man nie wieder vergisst. Nun wiederholt Kabel Eins Steven Spielbergs unvergessliches Meisterwerk, das längst Teil der Filmgeschichte ist.

Gestorben am 9. Oktober 1974 in Hildesheim, begraben in Jerusalem. Geboren am 28. April 1908 in Zwittau, Mähren. Vor 118 Jahren also erblickte Oskar Schindler das Licht der Welt. Mit seinem Namen kann heute nahezu jeder etwas anfangen. Kabel Eins hält die Erinnerung mit einer Wiederholung von "Schindlers Liste" wach – zweifellos einer der bewegendsten und zugleich brutalsten Filme aller Zeiten. Viele sahen das Meisterwerk 1994 in den Kinos, 6,7 Millionen Zuschauer verfolgten schließlich 1997 die Erstausstrahlung im Fernsehen. Bis heute hat das beeindruckende Drama von Star-Regisseur Steven Spielberg nichts von seinem Schrecken und seiner Bedeutung eingebüßt.

Spielberg erzählt die Geschichte des Industriellen Oskar Schindler (Liam Neeson), der unter Aufwendung seines Vermögens mehr als 1.000 Juden vor den Gaskammern von Auschwitz bewahrte. Vorwiegend an Originalschauplätzen gedreht, konfrontiert der Film die Zuschauerinnen und Zuschauer mit Bildern, welche die Schreckensherrschaft der Nazis mit einem Höchstmaß an Authentizität widerspiegeln. Spielberg schont sein Publikum nicht.

Schockierende Eindeutigkeit

Die Handlung setzt im September 1939 ein. Oskar Schindler siedelt ins eroberte Krakau über. Als NSDAP-Mitglied hat er gute Verbindungen zu den Besatzern und erkauft sich das Recht, Juden als Arbeiter in seiner Emaillefabrik einzustellen. Einen Teil des Gewinns investiert der Firmeninhaber in Bestechungsgelder, die verhindern, dass seine Angestellten in Konzentrationslager deportiert werden. Als Schindler 1943 beobachtet, wie brutal die Nazis das Krakauer Ghetto räumen, setzt er sich ein Ziel: Er will so viele Menschen wie möglich vor dem Tod in der Gaskammer bewahren.

Ausgemergelte Gefangene in Viehwaggons, knüppelnde SS-Männer und willkürliche Hinrichtungen – in dem dreistündigen Film sieht man immer wieder Szenen, die in ihrer Eindeutigkeit schockieren. Für Spielberg bedeutete das preisgekrönte Meisterwerk in Schwarz-Weiß den bis heute größten Triumph seiner Karriere: "Schindlers Liste" gewann sieben Oscars und zwei Golden Globes (jeweils auch in der Kategorie "Bester Film"), um nur die wichtigsten Auszeichnungen zu nennen.

Schindlers Liste – So. 01.03. – Kabel Eins: 20.15 Uhr

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