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Experimentierfreudige Bloggerin: 365 Tage Sex - und diese Frau fühlt sich wieder begehrenswert

Brittany Gibbons fühlte sich nach dem dritten Kind nicht mehr wohl in ihrem Körper. Nach Jahren des Versteckens vor ihrem Mann ging sie in die Offensive und wagte ein Experiment.

Die Bloggerin Brittany Gibbons zeigt sich in den sozialen Medien gern freizügig

Die Bloggerin Brittany Gibbons zeigt sich in den sozialen Medien gern freizügig

Die Bloggerin und Autorin Brittany Gibbons hatte nach der Geburt ihres dritten Kindes einen entscheidenden Moment im Badezimmer. Als sie aus der Dusche trat und sich selbst im Spiegel sah, dachte sie: "Wer hat meine Mutter hier reingelassen?", wie sie in einem Beitrag auf "Goodhousekeeping.com" berichtet. Sie mochte sich selbst nicht mehr nackt sehen und so sollte ihr Ehemann es auch nicht mehr. Von da an versteckte sie ihre Kurven stets unter einem Nachthemd, schlich sich nur noch nackt aus dem Badezimmer zurück ins Schlafzimmer, wenn ihr Mann nicht mehr im Raum war und Sex gab es nur noch im Dunkeln und unter der Decke.

So gingen Jahre dahin, berichtet sie. Erst als ihr Ehemann in einer E-Mail-Konversation gestand: "Ich habe dich seit Jahren nicht mehr komplett nackt gesehen", entschied sie, etwas zu ändern. Für ihren Ehemann, aber vor allem für sich selbst, für ihr Körpergefühl. Und so beschloss sie, ein Jahr lang jeden Tag Sex mit ihm zu haben. Die Idee hatte sie sich bei einer Freundin abgeguckt und "Andy, wie erwartet, war mit an Bord".

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Anfang Mühe, dann Spaß am Sex

Gibbons erzählt davon, wie das Experiment ihre Ehe und ihr gesamtes Leben verändert hat. Zwar sei es zu Beginn eine Überwindung gewesen, sich jeden Tag zum Sex zu zwingen, wenn sie doch lieber "im Bett liegen, die Tonight Show schauen und Müsli essen wollte". Doch mit der Zeit - so erzählt es Gibbons - begann sie wieder, den Sex zu genießen. "Mit Liebe geladene Gefühle krochen aus dem Schlafzimmer - oder in unserem Fall dem Wäscheraum, dem Schrank oder der Garage - und in unseren Alltag." Sie und ihr Mann seien wieder romantischer miteinander umgegangen, berührten sich im Vorbeigehen an den Armen und küssten sich innig und lang zum Abschied. "Unsere Beziehung war stärker und besser, als unsere Intimität aufblühte."

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Ein von Brittany Gibbons (@brittanyherself) gepostetes Foto am


Gibbons hebt aber vor allem die Vorteile für sich selbst heraus. So habe ihr das Experiment geholfen, sich wieder fallen zulassen. Mit der Zeit habe sie sich immer weniger darum geschert, welche Geräusche ihr kurviger Körper so von sich gibt. "Nach sechs Monaten, zog ich mein Nachthemd aus, in dem ich meinen Körper versteckt hatte, und es war mit egal, dass meine Möpse in meine Achselhöhlen plumpsten", berichtet sie offen. Nach einem Jahr habe sie sich auch wieder nackt frei in ihrem eigenen Haus bewegt, in Unterwäsche in der Küche gestanden und sich nicht mehr "reflexartig abgewandt, wenn Andy von hinten seine Hände um meine Hüfte legte".

Brittany Gibbons: "Intimität ist nicht nur Penetration" 

Gibbons und ihr Mann zogen das volle Jahr durch - abgesehen von krankheits- oder reisebedingten Unterbrechungen. Und auch wenn - wie sie sagt - ihr Becken und ihre Oberschenkel danach froh über die Erholung waren, so habe sie wichtige Erkenntnisse für sich und ihre Ehe mitnehmen können: "Ich mach mich nicht mehr verrückt, wenn wir mal zwei Wochen nicht miteinander schlafen." Intimität sei nicht nur Penetration, sondern auch die kleinen Gesten des Alltag oder "Rummmachen auf der Couch wie Teenager". Außerdem habe sie gelernt, "dass ich eine bessere Ehefrau, Mutter und Frau bin, wenn ich mir Zeit nehme, um mich in meiner Beziehung sicher und in meinem Körper wohl zu fühlen".


Regelmäßiger Sex mache eine Ehe zwar nicht "scheidungssicher", so Gibbons. Das Jahr habe aber ihre "Definition von begehrenswert verändert". Und auch wenn sie hoffe, "mit Andy bis ans Ende der Zeit verheiratet zu sein, und falls ich zuerst sterben sollte, ihn als Geist heimzusuchen", habe sie nicht mehr die gleiche Angst vor der Möglichkeit, wieder auf den Dating-Markt zu müssen. "Es ging nie darum, dass jemand mich wollen sollte. Es ging darum, mich selbst zu wollen. Und ich musste nur ein Jahr flachgelegt werden, um das herauszufinden."

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