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Fotografien von Miron Zownir: Liebe für die dunklen Abgründe des Menschen

Mehr als drei Jahrzehnte führten Miron Zownir in verschiedene Städte. Doch seine Aufnahmen eint der spezielle Blick des Fotografen auf seine Motive: Subkulturen und menschliche Abgründe.

Ein Mann mit einer Krücke steht vor geschlossenen Läden. Vor ihm liegen Pappkartons auf der Straße

London East End, 1978

Der Autor Terry Southern nennt ihn den "Poeten radikaler Fotografie". Was er damit meint, erschließt sich beim Blick auf die Bilder von Miron Zownir. Der Fotograf interessiert sich für die dunkle Seite der menschlichen Existenz. Geboren in Karlsruhe, fotografierte er über 30 Jahre genau diese Abgründe in Städten wie Berlin, , New York und Moskau.

In den späten 70ern fotografierte Zownir die Punks in West-Berlin und London. Die 80er führten den heute 63-Jährigen in die USA und dort nach City. Zownir fotografiert vor allem Subkulturen in stimmungsvollen, expressionistischen Schwarz-Weiß-Bildern. Dabei zeigt der Fotograf Bilder von ungezügelten Schwulenpartys in einer Zeit, bevor Aids ein entscheidendes Thema wurde. Seine Linse macht vor nichts Halt: ob Nutten oder Drogen-Junkies.

Das Magazin "Dazed & Confused" schreibt: "Zownir schafft ein mysteriöses Gefühl von Zeitlosigkeit. Er ist einer dieser seltenen Künstler, dessen Empathie sich bis auf die Bilder einbrennt. Er verfechtet Träumer und Außenseiter."

Am Freitag, den 1. April, um 18 Uhr eröffnet eine Ausstellung mit Fotos von Miron Zownir in der Hardhitta Gallery am Hohenzollernring 53 in Köln.

js