Spülschwamm

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Mikroplastik in gefrorenem Wasser

Spülschwämme sind schuld: Abwasch per Hand setzt tonnenweise Mikroplastik frei

Jährlich gelangt durch Nutzung von Spülschwämmen in Küchen laut einer Untersuchung von Forschern tonnenweise Mikroplastik in Gewässer und Böden. Einer Beispielhochrechnung mit einem bestimmten Schwammtyp zufolge entstünden durch Materialverlust bei flächendeckendem nationalem Gebrauch bis zu 355 Tonnen pro Jahr, teilte die Universität Bonn am Dienstag mit. Kläranlagen hielten den größten Teil davon allerdings auf.
Küchenschwämme sind oft erheblich mit Bakterien belastet

Keimfalle Experten warnen davor, Spülschwämme heiß auszuwaschen

Spülschwämme müffeln schnell. Also ab damit in die Waschmaschine und weiter verwenden? Forscher warnen vor dieser weit verbreiteten Praxis. Für Bakterien sind Spülschwämme der ideale Wohnort, denn die porige, große Oberfläche bietet praktisch unbegrenzten Lebensraum. Die Feuchte und Wärme des Spülwassers begünstigen das Wachstum der Keime. Für Nachschub sorgen Speiseresten, die an Tellern und Tassen kleben. Von der weit verbreiteten Praxis, Spülschwämme heiß zu reinigen - beispielsweise in der Spülmaschine oder Mikrowelle - raten die Forscher ab. Der Grund: In "recycelten" Schwämmen tummelten sich deutlich mehr kritische Bakterien. Die Reinigung kann die Bakterienzahl kurzzeitig vermindern. Langfristig würden sich jedoch vermehrt pathogene Keime durchsetzen, da sie vermutlich über eine höhere Stresstoleranz verfügen und die Reinigung eher überleben. Die Forscher empfehlen, den alten Schwamm wöchentlich gegen einen neuen einzutauschen. Das gelte insbesondere für Haushalte, in denen Menschen mit geschwächtem Immunsystem leben.