Ultraorthodoxe Zeitungen bilden aus religiösen Gründen keine Fotos von Frauen ab. Im Januar hatte die ultraorthodoxe Zeitung "Hamodia" beispielsweise drei Politikerinnen von einem Foto entfernt, die beim Trauermarsch nach dem Terrorangriff auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" zu sehen waren, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch als provokativ empfundene Werbung mit Frauengesichtern und -körpern wird in Jerusalem, wo viele Ultraorthodoxe leben, häufig übermalt oder zerstört.
Im "Kikar HaSchabbat"-Artikel wird der amerikanische Reality-TV-Star Kim Kardashian nicht namentlich genannt, sondern nur als Frau von Kanye West bezeichnet. Ohnehin spielt das Paar in dem Text eine Nebenrolle. Das Portal kritisierte vielmehr, dass das Treffen in einem Restaurant stattgefunden habe, in dem unkoscheres Essen serviert werde.