Der Fernsehjournalist Klaus Bednarz ist tot. Er starb am Dienstagabend im Alter von 72 Jahren in Schwerin. Das bestätigte am Mittwoch eine WDR-Sprecherin in Köln. Bednarz galt als einer der profiliertesten und meinungsstärksten TV-Journalisten der Nachkriegszeit. Er wurde vor allem bekannt als Auslandskorrespondent in Moskau und als langjähriger Moderator des ARD-Politmagazins "Monitor". Zuletzt lebte er überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern.
"Vorbild für kritischen, unerschrockenen Journalismus"
"Mit Klaus Bednarz verlieren wir einen der bedeutendsten deutschen Fernsehjournalisten", sagte WDR-Intendant Tom Buhrow. "Klaus Bednarz war ein unbeugsamer Fürsprecher für Mensch und Umwelt. Er war Vorbild für kritischen, unerschrockenen Journalismus. Unter seiner Leitung entwickelte sich 'Monitor' zu einem Magazin, das auf dem Gebiet des investigativen Journalismus Herausragendes und Richtungsweisendes geleistet hat und leistet. In Erinnerung bleiben werden aber auch seine packenden Dokumentationen und Reisereportagen. Klaus Bednarz war mit Leib, Seele und messerscharfem Verstand Journalist - und ein feiner Mensch. Wir sind sehr traurig, dass er nicht mehr bei uns ist."
"Eine starke Stimme, die fehlen wird"
WDR-Chefredakteurin Sonia Seymour Mikich sagte: "Klaus Bednarz war ein Anker für alle, die sich für Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen. Für ihn nie nur Beiwerk oder Sonntagsrede. Eine starke Stimme, die fehlen wird."
Klaus Bednarz wurde am 6. Juni 1942 in Falkensee/Berlin geboren. Er war der erste ARD-Fernsehkorrespondent in Warschau und gründete das dortige ARD-Studio. Außerdem war er Korrespondent und Leiter des ARD-Studios Moskau. Von 1983 bis 2001 moderierte er für den WDR das Politik-Magazin "Monitor" im Ersten, dessen Redaktion er auch leitete. Außerdem war er ständiger Kommentator der Tagesthemen. Von 2002 bis zu seiner Pensionierung im Juni 2007 war Klaus Bednarz WDR-Chefreporter und ARD-Sonderkorrespondent.