Als nach dem Ende von "Modern Family" ein Spin-off mit Jesse Tyler Ferguson (50) und Eric Stonestreet (54) geplant wurde, war Ersterer gar nicht begeistert. "Als mir die Realität dämmerte, dass das Spin-off tatsächlich passieren könnte, hatte ich buchstäblich das Gefühl: Oh Gott, ich will andere Leute daten", schildert Ferguson im Podcast "Dinner's On Me". Soll heißen: Nach elf Staffeln als Mitchell Pritchett habe der Schauspieler einfach etwas anderes machen wollen.
Ferguson räumte ein, nach dem Serienende zwar grundsätzlich interessiert an einer Fortsetzung gewesen zu sein, gleichzeitig aber auch ein Theaterstück in New York geplant zu haben. Nach mehr als zehn Jahren im Sitcom-Betrieb habe er spüren wollen, "wie es sich anfühlt, das nicht zu tun."
Drehbuch war bereits fertig
Das Konzept für die Fortsetzungsserie hatte "Modern Family"-Mitschöpfer Christopher Lloyd zusammen mit einem Autorenteam entwickelt. Inhaltlich sollten Cam (Stonestreet) und Ehemann Mitch nach Missouri ziehen - dort hatte Cam im Serienfinale einen Trainerjob an der University of North Central Missouri angenommen. "Das Drehbuch ist draußen und es ist sehr gut", bestätigte Ferguson bereits im Juni 2022 bei den Tony Awards gegenüber "Entertainment Tonight". Ob es umgesetzt werde, sei jedoch noch offen, schränkte er schon damals ein - der Sender ABC hatte sich gegen das Projekt entschieden, andere Produzenten wurden gesucht.
Sein Kollege Eric Stonestreet, der in der Serie seinen Ehemann spielte, sah die Absage des Senders deutlich kritischer. In einem Interview mit Graham Bensinger monierte er: "Sie sagten einfach: Wir wollen das nicht machen. Das fühlte sich ein wenig verletzend an." Stonestreet vermutete, er und Ferguson seien beim Sender als "die alten Kerle" abgestempelt worden, deren Figuren keine Fortsetzung mehr rechtfertigten. Dabei zeigte er sich überzeugt: "Ich glaube, es wäre ein Volltreffer gewesen."
"Modern Family" lief von 2009 bis 2020 elf Staffeln lang auf ABC und gewann fünfmal den Emmy als beste Comedyserie - in der Geschichte des Preises gelang das bislang nur der Sitcom "Fasier". Seit dem Finale reißen die Spekulationen über ein mögliches Revival nicht ab.