Eine wertvolle Münze ist verschwunden, Museumsdirektor Wimmer (Knut Berger) tot: So die Bilanz eines Raubüberfalls im ersten von zwei neuen Filmen der Reihe "Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi: Schatzraub" (Regie: Sarah Winkenstette) am "Tödlichen Dienst-Tag" bei RTL. Als Kommissar Behringer (Antoine Monot) und seine Kollegin Ela (Cosima Henman) am Tatort eintreffen, stellen sich mehrere Fragen: keine Einbruchsspuren – wie also kam der Täter im Morgengrauen ins Museum? Und woher wusste er, wie man Alarmanlage und Kameras manipuliert? Steckt ein Mitarbeiter hinter der Tat und der gruseligen Perchten-Maske, die er dabei trug? Das berichtet Wimmers Frau Antonia (Yekaterina Nesytowa), die ihren Mann auffand.
Perchten, Wesen mit Gruselmaske und Hörnern, sollen in den Rauhnächten die bösen Geister des Winters vertreiben. War Wimmer selbst "böse"? Zumindest scheint er sein Schicksal erwartet zu haben. Denn als er seinen Mörder auf sich zukommen sah, fragte er ruhig: "Ist es also so weit?", ehe das Messer ihn durchbohrte. Das wissen allerdings vorerst nur die Zuschauerinnen und Zuschauer.
Ein Tatverdächtiger ist schnell gefunden: Erik Thorscheid (Hendrik Heutmann). Vor 18 Jahren hatte er schon einmal das Museum überfallen – wegen der Münze, die nun verschwunden ist. Am Tag vor dem Mord wurde er aus der Haft entlassen, als Behringer und Ela ihn aufsuchen, ergreift er die Flucht. In der Wohnung findet man die Maske und eine hohe Geldsumme – fast zu viele Beweise. Will jemand Thorscheid die Tat in die Schuhe schieben?
Verliebte Jungs
In Verdacht geraten auch die beiden jungen Nachtwächter des Museums, vor allem Casper Laubitz (Benedikt Kalcher). Er ist mit Wimmers Tochter Nathalie (Anna-Lena Schwing) liiert. Behringer spürt zudem, dass Wimmers Witwe etwas verschweigt. Tempo kommt dennoch erst in den Fall, als Pfarrer Gassner (Paul Walther), Wimmers letzter Telefonkontakt, mit den Worten "Herr, vergib mir" vor der Trauergemeinde tot umfällt ...
Parallel kämpft Behringers Neffe Ole (Maximilian Kaiser) mit ganz anderen Sorgen: Er ist verliebt – unglücklich. Seine Mutter Anne (Jessica Ginkel) bittet "Onkel Konrad" um Hilfe. Kurzerhand nimmt der Kommissar den Jungen mit zu seinen Ermittlungen – keine besonders gute Idee. Oder vielleicht doch? Die mitunter launige Mörderjagd bleibt wendungsreich ...
Trotz Mord und Totschlag lacht die Sonne über Bamberg im fünften Film der Reihe auffällig viel, die Stadt zeigt sich von ihrer besten Seite. Allerdings wurde beim Drehort auch ein bisschen geschummelt, was manch fränkischem und bayerischem Zuschauer – was nicht das Gleiche ist, da kann man fast jeden Franken fragen – auffallen dürfte: Die imposanten Innenräume des Bamberger Museums nämlich sind eindeutig die des Münchner Jagd- und Fischereimuseums.
Kommende Woche folgt mit "Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi: Rivus" der letzte Film der Reihe, in dem die im Herbst tödlich verunglückte Wanda Perdelwitz noch einmal als Behringers Exkollegin Charly Behlke zu sehen sein wird.
"Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi: Schatzraub" – Di. 03.03. – RTL: 20.15 Uhr