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Upcycling: DIY: Coole Shirts mit Batik-Muster selbermachen – so funktioniert's

Du suchst noch ein DIY-Projekt für den Sommer 2019? Wie wäre es mit Batiken? Der Mode-Trend sieht nicht nur cool aus, sondern macht auch bei der Herstellung Spaß. Wir zeigen dir, wie es gelingt.

Batiken (eng. Tie-Dye) liegt diesen Sommer voll im Trend

Batiken (eng. Tie-Dye) liegt diesen Sommer voll im Trend

Unsplash

Die meisten von uns dürften bei bunten Batikshirts an ihre Kindheit oder die Hippe-Szene der 60er denken. Diesen Sommer feiert das Farb-Muster allerdings sein modisches Comeback. Grund genug, das Ganze mal selbst auszuprobieren.

Wir zeigen dir, welcher Stoff sich dafür eignet, welche Utensilien du brauchst und welche Batiktechniken es gibt.

1. Batiken, was ist das?

Batiken, oder im englischen unter dem Begriff "Tie-Dye" bekannt, nennt man das Färben von verschiedenen Textilien mithilfe eines Farbbads. Bevor du das Kleidungsstück, oder den Stoff (es könnten auch Kissenbezüge oder eine Tischdecke sein), in eine Farbmischung eintauchst, sparst du an ausgewählten Stellen durch Abbinden Bereiche aus. So kommen sie nicht mit der Farbe in Berührung und es entstehen tolle Muster. Wer batikt, der muss das Ergebnis allerdings immer ein bisschen dem Zufall überlassen.

2. Welche Stoffe eignen sich zum Batiken?

Naturmaterialien, wie Baumwolle und Leinen eignen sich am besten. Was du batiken möchtest, das kannst du frei entscheiden. Es funktioniert sowohl mit Kleidung als auch mit Bettwäsche, Tüchern und Tischdecken. Ein guter Tipp ist es, den Stoff vor dem Farbbad einmal zu waschen.

3. Das brauchst du

Um erfolgreich zu batiken, brauchst du nur wenige Dinge. Eine gute Vorbereitung lohnt sich trotzdem. Mit Kreppband oder Paketschnur kannst du das Kleidungsstück o.Ä. abbinden. In einem Eimer mischst du das Farbbad, bestehend aus Textilfarbe und Wasser, an. Verwende dabei unbedingt Handschuhe, um deine Haut vor der Farbe zu schützen. Wenn du einen langen Kochlöffel oder Ähnliches zur Verfügung hast, kannst du diesen benutzen, um das Kleidungsstück im Farbbad zu wenden. Abschließend badest du das Batikshirt noch in einem Fixierbad, damit die Farbe lange hält.

Checkliste:

  1. Kreppklebeband oder Paketschnur
  2. Textilfarbe
  3. Farbfixierer
  4. Eimer
  5. Handschuhe
  6. z.B. langer Kochlöffel


5. Batiken: So geht's in drei Schritten

Du hast alle Vorbereitungen erledigt? Jetzt kann es mit dem Batiken losgehen. 

  1. Schritt: Je nach angewendeter Batiktechnik, kannst du dein Textilstück verknoten oder mit Kreppklebeband und Paketschnur umwickeln. Du musst im Kopf behalten, dass alle abgedeckten Stellen nach dem Farbbad heller oder ganz weiß bleiben. So kannst du dir das spätere Muster leichter vorstellen. Es gibt verschiedene Techniken, du kannst das Kleidungsstück auch mit Wäscheklammern fixieren. Welche Techniken es gibt, kannst du am Ende des Artikels nachlesen und anschauen. Tipp: Je straffer du das Band bindest, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Stellen darunter ganz weiß bleiben.
  2. Schritt: Nun ist es Zeit für das Anmischen des Farbbads. Auf der Verpackung der Batikfarbe steht eine Angabe zur benötigten Wassermenge. Orientiere dich daran und fülle eine entsprechende Menge Wasser in deinen Eimer. Die Temperatur sollte circa 40 Grad betragen, du kannst die genaue Gradzahl auf der Verpackung nachlesen. Anschließend ziehst du die Handschuhe an, gibst die Textilfarbe hinzu und vermischst alles mit einem langen Stab oder Kochlöffel. Jetzt ist es soweit, das Textilstück deiner Wahl kommt ins Farbbad und sollte vollständig bedeckt werden. Lasse es dort eine Stunde ruhen und wende es zwischendurch ein- bis zweimal. Tipp: Je länger das Kleidungsstück der Farbe ausgesetzt ist, desto intensiver wird das Farbergebnis.
  3. Schritt: Handschuhe wieder an, denn nun will das Batikshirt aus dem Bad wieder abgeholt werden. Je nachdem, ob du weitere Stücke batiken möchtest, kannst du das Farbbad im Eimer lassen oder es auskippen, um darin das Fixierbad einzurühren. Du gibst das umwickelte Textilstück circa 15 Minuten in das Fixierbad, danach kannst du Schnur, Knoten etc. entfernen. Abschließend musst du deine gebatikte Textilie gründlich auswaschen, bis das Wasser klar ist. Aufhängen, trocknen, fertig!


6. Diese Batik-Techniken gibt es

Batikmuster können ganz verschieden sein. Es gibt unterschiedlich aufwendige Verfahren. Wir zeigen dir fünf davon. Selbstverständlich kannst du die Techniken auch kombinieren und neue Muster kreieren.

Abbinden

Mithilfe von Kreppklebeband oder Paketschnur kannst du den Bereich deiner Wahl individuell abbinden. Je nachdem wie du es umwickelst, kommen unterschiedliche Muster heraus.

Knoten

Knote das Batikshirt einmal oder mehrmals. Das Ergebnis sollen interessante Muster sein, die an die Struktur von Marmor erinnern.

Falten und Abklemmen

Für diese Technik benötigst du Wäscheklammern. Du beginnst damit das Textilstück zu falten, zum Beispiel als kleines vier- oder dreieckiges Päckchen. Das entstandene Paket fixierst du mithilfe von Wäscheklammern, damit es die Form behält. Entsprechend deiner Falt- und Klammertechnik können auf diese Weise Streifen, Karos oder kleine Dreiecke entstehen.

Batik auf Japanisch: Shibori 

Bei der Shibori-Technik entstehen durch Falten, Abbinden, Knoten und Nähen verschiedene Muster wie Kreise, Quadrate und Linien. Es lassen sich aber auch innovative Muster erzeugen, indem du Murmeln, Holzplättchen, Steine oder Knöpfe in die Faltung einarbeitest. Es gibt zahlreiche Anleitungen für die beliebte Batiktechnik, zum Beispiel in diesem Shibori-Buch.

Bunt färben

Du musst dich beim Batiken nicht auf eine Batikfarbe beschränken. Wichtig ist allerdings, dass du mit der hellsten Farbe beginnst. Solltest du zum Beispiel Blau und Gelb färben wollen, dann musst du mit der gelben Farbe starten. Du bindest immer wieder neue Bereiche deiner Batiktextilie ab. So entstehen unterschiedliche Muster und Farben.

In diesem Video siehst du verschiedene Batiktechniken:

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