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NEON-Reihe "Bin ich schön?": "Frauen kämpfen um ihre Brüste mehr als um ihr Leben" – wenn Krankheiten unser Schönheitsbild verzerren

Krank und trotzdem schön? In der neuen Folge des NEON-Podcasts „Bin ich schön?“ sprechen wir mit Betroffenen über Brustkrebs, Magersucht und darüber, wie die Krankheiten Schönheitsideale verändern.

Jung, schön und gesund – super, wenn du hinter alle drei Punkte einen Haken machen kannst. Was aber, wenn wir nicht gesund sind? Wie können wir uns dann in unserem Körper wohlfühlen? Laut Attraktivitätsforscher Martin Gründl gibt es in der Forschung drei Merkmale, die Indizien für Attraktivität sind: Jugendlichkeit, genderspezifisches Aussehen und Gesundheit. In der aktuellen Folge sprechen wir über zwei Krankheiten, die stark an Weiblichkeit und Schönheit gebunden sind: Brustkrebs und Magersucht.

Frauen ohne Brüste

2010 startete Uta Melle zusammen mit den Fotografinnen Esther Haase und Jackie Hardt das Amazonen Projekt. In dem Fotoband werden unterschiedliche Frauen mit Brustkrebs portraitiert.

„Ich war im Schockzustand, alles war schwarz.“

Uta Melle hat innerhalb von eineinhalb Monaten ihre Weiblichkeit verloren, kurz vor ihrem 40. Geburtstag kam die Diagnose Brustkrebs. Eine Woche später erfolgte die Mastektomie, beide Brüste waren weg. Direkt danach die Chemo. Eineinhalb Monate nach der Diagnose stand sie ohne Haare und ohne Brüste vor dem Spiegel und schrie. Schockzustand. Brutkrebs ist die weltweit am häufigsten auftretende Krebserkrankung bei Frauen, in Deutschland gibt es pro Jahr mehr als 70.000 Neuerkrankungen und zahlreiche Mastektomien. Bilder von diesen Frauen sehen wir nur selten. Wie aber genau das – ein Bild von ihr ohne Brüste – Uta geholfen hat, ihre Weiblichkeit und ihre Schönheit wiederzuentdecken erzählt sie in „Folge 9: Krankhaft schön“.

„Ich wusste, ich brauche Hilfe, weil alleine schaffe ich das nicht.“

Von der Krankheit, die das Bild einer schönen Frau auf den Kopf stellen kann, zu der Krankheit, die vielleicht auch von unserem Idealbild einer schönen Frau ausgelöst werden kann: Anorexie. Wörtlich übersetzt bedeutet das "nervlich bedingte Appetitlosigkeit". Für Birte Jensen war es hauptsächlich die Kontrolle über ihren Körper, die sie durch extrem viel Sport erlangt hat. Angefangen hat ihre Magersucht ganz harmlos mit einer kleinen Diät im Alter von ungefähr 15 Jahren: weniger Süßigkeiten, mehr Sport. Die Komplimente folgten schnell. Heute, sagt Birte, ist sie gesund. Über ihren Weg aus der Magersucht hat sie ein Buch geschrieben. Im Podcast erzählt sie, wie es war, mit der Krankheit zu leben, und wie sie es geschafft hat, sie zu überwinden.

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