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Twitter-Diskussion: Nach Transgender-Kritik: "Always" nimmt Venussymbol von Verpackung

Seit Tagen wettern Transgender auf Twitter gegen ein Symbol auf Verpackungen von Damenbinden. Nun hat "Always" reagiert. Zumindest in Europa soll der stilisierte Handspiegel der Göttin Venus verschwinden.

Transgender-Kritik zu Verpackungsdesign

Procter & Gamble reagiert auf Transgender-Kritik zu Verpackungsdesign von "Always"-Damenbinden. 

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Für einige harmlos, für andere ein Aufreger: Das Venussymbol auf der Damenbinden-Verpackung von "Always". Transgender-Männern hatten heftigen Widerstand gezeigt. Sie beklagten sich in sozialen Netzwerken, dass sie zwar keine Frauen seien, dennoch nicht auf Hygieneartikel während der Menstruation verzichten könnten. Der Hersteller Procter & Gamble reagiert nun auf diese Kritik und will das Venussymbol von der Verpackung einiger Produkte entfernen.

Angestoßen wurde die Debatte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. In einem Tweet wendet sich ein Transgender an den Damenbinden-Hersteller: "Bitte beachtet, dass es Trans-Männer gibt, die die Periode bekommen. Wenn Ihr etwas gegen das Venussymbol auf der Verpackung tun könntet, würde ich mich freuen."

"Wir haben zugehört"

Das Unternehmen reagierte auf den Tweet des britischen Filmemachers und Trans-Aktivisten Ben Saunders, der die Debatte angestoßen hat. Demnach drohte dieser damit, die Marke zu boykottieren. In einer Mitteilung erklärte das Unternehmen, dass sie künftig in Europa auf das Venus-Symbol verzichten wollen. "Wir haben Ihnen zugehört und unser Marketingteam hat eine Lösung gefunden". Ab Dezember soll eine neue Verpackung in den Handel kommen.

"Always setzt sich seit über 35 Jahren für Mädchen und Frauen ein, und wir werden dies auch weiterhin tun. Wir setzen uns auch für Vielfalt und Inklusion ein und stellen fest, dass sich nicht jeder, der eine Periode hat und eine Binde benötigt, sich als weiblich identifiziert", sagt ein Unternehmenssprecher gegenüber der britischen "Daily Mail".

Quellen: "Daily Mail" "Twitter"

deb