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Schock in der Tiefgarage: Moderatorin Sabine Heinrich soll 86.700 Euro am Parkautomaten zahlen

Das Display des Automaten zeigt an, dass sie seit dem 1. Januar 2007 in einer Kölner Tiefgarage geparkt haben soll: Die WDR-Moderatorin Sabine Heinrich präsentiert uns bei Instagram eine kleine Gruselgeschichte aus dem Alltag.

Sabine Heinrich

Moderatorin und Autorin Sabine Heinrich

Picture Alliance

Gerade in den Parkhäusern deutscher Großstädte kann es zum bangen Moment werden, nach dem samstäglichen Einkaufsbummel das Parkticket in den Automaten zu stecken: Wie teuer wird es wohl diesmal? Nicht selten folgt daraufhin eine böse Überraschung – allerdings normalerweise nicht so böse wie jene, die Sabine Heinrich jetzt in einem Kölner Parkhaus erleben musste: 86.700 Euro zeigt das Display an. Demnach wird der WDR-Moderatorin damit die Gebühr für einer Parkzeit von knapp zwölf Jahren seit dem 1. Januar 2007 berechnet.

Heinrich postete ein Foto der skurrilen Automatenanzeige bei Instagram, versehen mit dem Kommentar: "Ähm... hat mal jemand Kleingeld für mich?" Die Bestseller-Autorin ("Sehnsucht ist ein Notfall") nimmt die Sache mit Humor und liefert die Erklärung gleich mit – die Karte sei fehlerhaft gewesen: "Also keine Sorge, ich muss nicht für immer in der Tiefgarage bleiben."

Sabine Heinrich: "Hat mal jemand Kleingeld?"

Selbst wenn sie gewollt hätte, wäre es für Heinrich aber schwierig geworden, die horrende Summe zu bezahlen, denn zusammen mit seiner dreisten Forderung zeigt der Automat auch einen maximalen Notenwert von 20 Euro an – was dieser kleinen Gruselgeschichte aus dem Alltag noch eine absurde Pointe beschert.

Ein Mann schaut durch ein Flugzeugfenster nach draußen, während die Sonne nach drinnen scheint
tim
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?