Der neue Nachtzug zwischen beiden Hauptstädten verkehrt zunächst dreimal wöchentlich. Von Berlin aus fahren die Züge montags, mittwochs und freitags nach Paris. In die Gegenrichtung geht es sonntags, dienstags und donnerstags.
Im Dezember hatten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ihre Nightjet-Verbindung zwischen Berlin und Paris nach nur zwei Jahren wieder eingestellt. Dieser Nachtzug war als deutsch-französisches und klimafreundliches Vorzeigeprojekt mit großem Pomp eingeweiht worden.
Die Deutsche Bahn (DB) hatte bereits 2016 ihre letzte Nachtzugverbindung eingestellt. Teile des Nachtzugnetzes übernahmen die ÖBB mit ihrer Marke Nightjet. Seit 2018 weiteten die ÖBB ihr Angebot auf neue Strecken aus, darunter auch Berlin-Paris.
Preislich kann der Nachtzug allerdings häufig nicht mit dem Flugzeug konkurrieren - weshalb der Nightjet zunehmend als luxuriöse Erlebnisreise vermarktet wird. In den neuen Waggons lösen private Komfort-Abteile mit Duschen und Induktionsladestellen für Telefone die klassischen Vierer- und Sechserabteile ab. Zudem gibt es Mini-Kabinen, Schlafbuchten mit Fenster und verschließbarem Gepäckfach auf dem Gang.
Das 2021 gegründete Startup European Sleeper, das alte Nachtzugwaggons aufgekauft und aufgearbeitet hatte, bot zunächst eine Verbindung zwischen Brüssel, Amsterdam, Berlin, Dresden und Prag an.