Erst fünf Teilnehmer stehen schon fest. Die übrigen 20 Tickets für das ESC-Finale werden in den zwei Halbfinals vergeben, die am Dienstag und Donnerstag in der Stadthalle in Wien ausgetragen werden. Sarah Engels hat ihren Startplatz schon sicher: Als eines der sogenannten „Big Five“-Länder (zusammen mit Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien) ist Deutschland automatisch für das ESC-Finale qualifiziert. Der Grund: Das Land gehört zu den größten finanziellen Beitragszahlern der European Broadcasting Union (EBU), dem Ausrichter des Eurovision Song Contest.
In diesem Jahr ist der Wettbewerb wegen der Teilnahme Israels besonders umstritten, fünf Länder haben die Teilnahme zurückgezogen, neben dem Geberland Spanien auch Irland, Island, die Niederlande und Slowenien.

„Trotz einer wunderbaren Sarah Engels in einem atemberaubenden Kleid, denke ich, dass Deutschland wieder auf den hinteren Plätzen landen wird“, sagt der 62-Jährige der Nachrichtenagentur DPA.
Sein hartes Urteil: „Der Song ist einfach nicht gut genug.“

Bundesregierung drückt Sarah Engels die Daumen
„Nach ihrem sensationellen Auftritt beim Halbfinale bin ich sicher, dass Sarah Europa mit ihrer Stimme und ihrem Auftritt sehr positiv überraschen kann.“Wolfram Weimer, „Rheinische Post“
Vor dem ESC-Finale: Sarah Engels trinkt Wasser und meditiert
Bis zum Finale habe sie einen strukturierten Plan, um angesichts der vielen Termine keine Energie zu verlieren. „Aktuell ist natürlich super viel Stress.“ Aber als zweifache Mutter wisse sie genau, wie viel Schlaf sie brauche, um fit zu bleiben.
Aus ihrer Sicht kommt es am Ende gar nicht so sehr auf die Platzierung an. Ihr gehe es vielmehr darum, „ein bisschen mehr Leichtigkeit nach Deutschland zu bringen“. Für Engels ist eine Botschaft beim Auftritt wichtig. Die Szene bei ihrem Song „Fire“, in der sie sich rücklings von einem Sockel in die Arme ihrer vier Tänzerinnen fallen lasse, sei ein Bild für die neue Kraft der Frauen, für „female empowerment“: „Wir Frauen sind stark, wir fangen uns auf, wenn wir uns brauchen.“
Zwischenrufe bei Israel-Auftritt
Die Teilnahme von Israel an dem Wettbewerb ist eine anhaltende Kontroverse. Größere Demonstrationen in Wien blieben bisher aus. Die deutsche Regierung unterstützt die ESC-Teilnahme Israels und lehnt einen Boykott ab. „Es ist kein Ort, wo politische Dinge in dieser Dimension eine Rolle spielen sollten“, sagte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer vor dem Finale zu Journalisten. Der parteilose Politiker kündigte gleichzeitig an, zum Finale nach Wien zu reisen, um sich den Auftritt des israelischen Sängers Bettan anzuhören.
Weltstar verpasst das Finale
Sarah Engels begeistert mit erstem Auftritt
- Griechenland: Akylas - „Ferto“
- Finnland: Linda Lampenius und Pete Parkkonen - „Liekinheitin“
- Belgien: ESSYLA - „Dancing on the Ice“
- Schweden: FELICIA - „My System“
- Moldau: Satoshi - „Viva, Moldova!“
- Israel: Noam Bettan - „Michelle“
- Serbien: LAVINA - „Kraj Mene“
- Kroatien: LELEK - „Andromeda“
- Litauen: Lion Ceccah - „Sólo Quiero Más“
- Polen: ALICJA - „Pray“
- Estland 🇪🇪
- Montenegro 🇲🇪
- Portugal 🇵🇹
- San Marino 🇸🇲 (und Boy George!)
- Georgien 🇬🇪
- Griechenland 🇬🇷
- Finnland 🇫🇮
- Belgien 🇧🇪
- Schweden 🇸🇪
- Moldau 🇲🇩
- Israel 🇮🇱
- Serbien 🇷🇸
- Kroatien 🇭🇷
- Litauen 🇱🇹
- Polen 🇵🇱