Wild, wilder, ESC. Auf welch verrückte Performances sich die Zuschauer beim diesjährigen Eurovision Song Contest einstellen können, ließ bereits das große Opening am Sonntag vorausahnen. Die Künstler aus insgesamt 35 Ländern zeigten sich bei ihrer Ankunft in Wien in teils schrillen Outfits. Die Kleiderwahl reichte von aus Haarsträhnen gefertigten Kleidern über Netzshirts und Korsagen bis hin zur mit 2000 Rosenblättern benähten Schleppe. Ebenso außergewöhnlich werden die Auftritte auf der Bühne in der Wiener Stadthalle. Nach dem Triumph des Sängers JJ im vergangenen Jahr richtet sein Heimatland den Wettbewerb nun bereits zum dritten Mal aus.
ESC von mehreren Ländern boykottiert
Wie immer stehen neben dem Vorjahressieger auch die „Big Five“ bereits im Finale des ESC, wobei es sich in diesem Jahr allerdings nur um eine „Big Four“ handelt. Denn Spanien nimmt in diesem Jahr nicht teil. Ebenso wie Irland, Island, die Niederlande und Slowenien hat das Land auf der iberischen Halbinsel aus Protestgründen abgesagt: Solange Israel die Teilnahme am ESC gestattet ist, wollen die fünf Staaten den Wettbewerb boykottieren. Aus dem ersten und zweiten Halbfinale, die jeweils am Dienstag und Donnerstag um 21 Uhr stattfinden, ziehen die jeweils zehn Teilnehmer mit den meisten Punkten ins große Finale am Samstag ein.
Die besten Chancen auf den Sieg haben in den Augen der Buchmacher Finnland, Dänemark und Griechenland. Andere Länder wiederum werden vermutlich eher aufgrund von bizarren Songs, verrückten Bühnen-Shows und schillernden Outfits im Gedächtnis bleiben.