"Tatort"-Pause für Winkler und Schnabel
So emotional reagieren die Fans

Noch zwei Filme, dann ist "Pause" angesagt für Cornelia Gröschel als Kommissarin Leonie Winkler und Martin Brambach als Kommis
Noch zwei Filme, dann ist "Pause" angesagt für Cornelia Gröschel als Kommissarin Leonie Winkler und Martin Brambach als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel im Dresdner "Tatort"-Team.
© imago/Future Image / Matthias Wehnert

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Der Dresdener "Tatort" muss wegen Sparmaßnahmen drei Jahre pausieren. Die Fans reagieren mit großem Unverständnis.

Seit zehn Jahren begeistert das 2016 gestartete Dresdner "Tatort"-Team die Sonntagskrimi-Fans. Von der Urbesetzung ist zwar nur noch Martin Brambach (58) als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel dabei. Mit seiner Schrulligkeit hat er sich jedoch tief in die Herzen des TV-Publikums gespielt. Auch das Zusammenspiel mit Cornelia Gröschel (38) als Kommissarin Leonie Winkler funktioniert seit 2019 bestens.

Umso größer war der Schock bei den Fans, als MDR-Intendant Ralf Ludwig am Montag im Zuge der angekündigten Sparmaßnahmen erklärte, dass auch die beliebten Krimireihen "Tatort" und "Polizeiruf 110" betroffen sind: Die Produktion neuer Folgen wird demnach für drei Jahre ausgesetzt: "Pause von MDR 'Tatort'- und 'Polizeiruf'-Neuproduktionen für drei Jahre: Der MDR hat bereits fertiggestellte und vertraglich fixierte Produktionen vorrätig, die in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen", heißt es konkret vom Sender.

Die Reaktionen der Sonntagskrimi-Fans ließen nicht lange auf sich warten. Auf der Nachrichten- und Medienseite "Wie war der Tatort?" machen viele ihrem Ärger und Unverständnis Luft. Unter dem Post "Hiobsbotschaft für die Fans von Winkler und Schnabel! Wie der MDR heute bekanntgegeben hat, muss der Sender drastisch sparen und pausiert für drei Jahre seine Neuproduktionen von Tatort und Polizeiruf 110" kommentieren zahlreiche Nutzer enttäuscht die Entscheidung.

Reaktionen zwischen Unverständnis und Wut

Schauspieler und Saarland-"Tatort"-Kommissar Vladimir Burlakov (38) kommentierte ungläubig mit "What?". Auch weitere Nutzerinnen und Nutzer zeigten sich enttäuscht bis wütend: "Es tut mir so unendlich leid für euch, ihr werdet mir sehr fehlen", "Ich bin tief traurig, ehrlich gesagt", "Oh weh, ich mag gerade den 'Tatort' besonders" oder "Unfassbar - ein 'Tatort' mit super Einschaltquoten, einem genialen Team und sehr guten Kritiken muss pausieren, Glückwunsch MDR!", ist dort zu lesen.

"Wir werden jetzt also mit immer mehr inhaltslosen Schmarrn überschwemmt. 'Tatort' und 'Polizeiruf' sind einige der wenigen Produktionen, die noch für Qualität stehen, auf die man sich gefreut hat. Man darf sich also nicht wundern, wenn die Quoten immer schlechter werden und immer mehr auf Streaming-Plattformen umsteigen", schreibt eine weitere Userin. Ein User formuliert das gleiche Argument anderes: "Immer wird an der falschen Stelle gespart. Es läuft schon genug Schrott im TV." Eine andere Followerin fordert ein gewisses Mitspracherecht: "Also mal ehrlich, 'Tatort', eine der besten Sendungen ever, und dann wird das pausiert? Sparen sollte man lieber an anderen Stellen. Wir zahlen mit unseren Gebühren dafür und dann finde ich, sollten wir auch ein Recht darauf haben, mitzuentscheiden."

Ein weiterer Follower fordert die Überprüfung und Anpassung der Kosten in anderen Bereichen, "an der guten Unterhaltung des Dresden Teams zu sparen", sei das "falsche Signal". Deutliche Kritik wird an die Verantwortlichen im Sender gerichtet. "MDR muss sparen ... 'Tatort' und 'Polizeiruf' sollen 'pausieren' ... das kommt einer Schlachtung der zwei besten Kühe auf dem Hof gleich ... offensichtlich haben die Entscheider bei sich an der nötigen Weitsicht gespart ... Beliebtes dem geneigten Zuschauer wegzunehmen, zeugt von Inkompetenz und Instinktlosigkeit."

Gehofft wird zudem auf die Hilfe der anderen ARD-Sendeanstalten: "Und da gibt es keine Möglichkeit von einem anderen Ländersender Unterstützung zu erhalten oder von der ARD selbst? Das ist ein Quotengarant!" Ein Follower bringt eine andere Lösung ins Spiel: "April April?! Das kann ja wohl nicht wahr sein. Crowdfunding Kampagne?", regt er an.

Wie geht es mit dem Dresdner "Tatort" in naher Zukunft weiter?

Cornelia Gröschel selbst kommentiert den Post mit drei weinenden Emojis. Zweimal werden sie und Brambach bis zur "Pause" noch zu sehen sein. Der letzte neue Dresdner "Tatort: Nachtschatten" lief an Neujahr 2026.

Im Herbst 2025 starteten laut "MDR" die Dreharbeiten zur nächsten Folge mit dem Arbeitstitel "Das, was Du zurücklässt". In diesem "Tatort" gibt die junge Kommissarsanwärterin Milla Brandis (Lilja van der Zwaag, 30) ihr Debüt. Der Krimi soll noch dieses Jahr ausgestrahlt werden.

Auch im übernächsten "Tatort", der laut Sender den Arbeitstitel "Löschen!" trägt und ab Ende Mai 2026 gedreht wird, ist Milla Brandis undercover wieder mit von der Partie. Ausgestrahlt wird der Krimi im Jahr 2027.

Lange "Tatort"-Sommerpause

Derzeit sind die Sonntagskrimis "Tatort" und "Polizeiruf 110" in der Sommerpause. Diese begann in diesem Jahr deutlich früher als sonst - vergangenen Sonntag lief die erste Wiederholung. Ab dem 13. September kehren die Krimireihen dann mit neuen Folgen auf den gewohnten Sendeplatz zurück.

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