"Bayerischer Filmpreis 2025" Schaulaufen mit Pierrots

  • von Rupert Sommer
Sandra Rieß führt die Gäste und das TV-Publikum durch den Gala-Abend im Münchner Prinzregenttheater.
Sandra Rieß führt die Gäste und das TV-Publikum durch den Gala-Abend im Münchner Prinzregenttheater.
© BR/Markus Konvalin
Die begehrten Pierrot-Figuren aus Nymphenburger Porzellan wetteifern mit der versammelten Kino-Prominenz um Aufmerksamkeit: Im Prinzregententheater in München wird der "Bayerischer Filmpreis 2025" verliehen. Und zumindest mit einer Jury-Entscheidung ist Markus Söder sehr glücklich.

Wenn das Münchner Prinzregententheater im winterlichen Lichterglanz erstrahlt: "Bayerischer Filmpreis 2025" ist, wenn elegant gekleidete Menschen – meist in für den Januar recht dünner Abendgarderobe – über den roten Teppich huschen. Sie stellen sich dort den Fotografen und Schaulustigen, wo früher auf der Auffahrt noch Kutschen vorfuhren. So etwas wie ein entspanntes Klassentreffen-Gefühl tritt dann erst im Inneren ein, wo sich bekannte Persönlichkeiten von vor und hinter den Kinokameras ein Stelldichein geben. Gerade für Schauspielerinnen und Schauspieler, die für bereits abgedrehte Werke geehrt werden (oder die einfach nur so der Veranstaltung Glanz verleihen sollen) ist eine festliche Gala auch immer eine Kontaktbörse. Bestenfalls bahnt man vor Ort gleich neue Filmprojekte an.

Das BR Fernsehen überträgt eine zeitversetzte Aufzeichnung der Verleihung des Filmpreises – höchstdotierte Auszeichnung der deutschen Branche. Moderiert wird der Festakt, bei dem auch hochrangige Politiker und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erwartet werden, von der "Sternstunden"- und BR24-Moderatorin Sandra Rieß.

Kinofan Söder macht die Sache mit sich selbst aus

Der Ministerpräsident vergibt an diesem Abend auch eine eigene Auszeichnung, den Ehrenpreis/Preis des Ministerpräsidenten, den im vergangenen Jahr die Schauspielerin Uschi Glas erhielt. Die Auszeichnung für den "Erfolgreichsten Film" erhält in diesem Jahr Michael "Bully" Herbig für "Das Kanu des Manitu". Die Jury des Bayerischen Filmpreises ehrt damit auch die Leistung eines Künstlers, der das deutsche Kino nachhaltig geprägt hat und mit seinem unverwechselbaren Stil ein Millionenpublikum erreicht.

Der Bayerische Filmpreis wurde 1979 zum ersten Mal vergeben. Er ist mit Preisgeldern von insgesamt 300.000 Euro dotiert und wird in elf Kategorien auf Vorschlag einer zwölfköpfigen Fachjury vergeben. Für den "Besten Film" – in dieser Kategorie treten drei Wettbewerber an – sind die Nominierungen mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Der Gewinnerfilm erhält ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro. Preissymbol für alle Auszeichnungen ist die Porzellanfigur Pierrot aus der Comedia dell'arte, gestaltet von Franz-Anton Bustelli.

Bayerischer Filmpreis 2025 – Fr. 23.01. – BR: 22.00 Uhr

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